Overdrive übernimmt Onleihe

Diese Interessenvertretungen existieren der Form nach bereits, sie haben nur kaum Einfluss/Macht und/oder kaum Rückhalt in der Bibliothekswelt:

  • dbv Landesverbände, die durch Satzungsänderungen befähigt werden müssten, Dienstleistungen eigenbetrieblich anbieten zu können.
  • Fachstellen. Hier möchte ich nur die je nach Region höchst unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten hervorheben, z.B. in jenen Ländern, in denen alles in einer FS gebündelt wurde, während woanders mehrere kleinst-FS existieren.
  • In Schleswig-Holstein arbeitet mit der Büchereizentrale SH eine Art „mini-ekz“, die von einem gemeinnützigen e.V. getragen wird. Sie ist in Sachen Medienlieferung ihrerseits sehr stark von der ekz abhängig.
  • Die landeseigenen Bibliotheksdienstleister wie z.B. HBZ, BSZ-BaWü. Letztere darf den Statuten nach (§2) ausdrücklich auch Dienstleistungen für ÖB anbieten.
  • Ein Verbund/eine Kooperation wie die Metropolbib Rhein-Neckar zeigt, was möglich sein könnte, leider hat diese Idee bis heute praktisch keine Nachahmer gefunden
  • es gibt noch zahlreiche andere Bsp., wo Kooperationen partiell sehr gut funktionieren, Vorbilder können auch kommunale Zweckverbände sein. So haben sich nach der Wende in Ostdeutschland z.B. sehr erfolgreiche Kreis- und Kreisfahrbibl. etabliert in Regionen, wo Einzelbibl. höchstwahrscheinlich untergegangen wären.

Ob deshalb die Neugründung einer Institution, die die von Ihnen gewünschten Aufgaben übernehmen könnte, erfolgreich wäre… Leider mehr als fraglich… Stattdessen könnte man über die Stärkung der o.g. nachdenken, was auch eine Herkulesaufgabe wäre. Aber der Anlass divibib/overdrive wäre immerhin ein angemessener…

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Lassen wir die Kirche doch bitte im Dorf:

Niemand ist bei der Onleihe oder Overdrive gezwungen, seine E-Mail-Adresse anzugeben. Dadurch, dass man einen solchen Anbieter nutzt, der diese - Achtung! - Option anbietet, zwingt man niemanden, diese auch zu benutzen.

Das liegt im Ermessen der Nutzenden selbst, und wir sollten uns nicht über unsere Nutzerinnen und Nutzer erheben und meinen, sie wären nicht in der Lage, mündige Entscheidungen über ihre eigenen Daten zu treffen und nur wir hätten die Kompetenz zu entscheiden, was gut für sie ist oder nicht. Das steht uns nicht zu, es dennoch zu tun wäre in meinen Augen Bevormundung.

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Es ist eben leider ein typisch deutsches Vorgehen, alles eher dezentral zu organisieren. Wenn der Gegenpart dann sehr zentral organisiert ist wie dies bei Overdrive sicher der Fall ist, wird man eher den kürzeren ziehen.

Die ekz hatte NUR öffentliche Kunden und daraus dann ein privates Unternehmen zu machen OHNE Mitsprache ist schon fahrlässiger Umgang mit Steuergeldern.
Viele Dinge sind eben mit Zuschüssen verbunden (Kultur, Bäder, Busverbünde etc..) warum sollte dann eine Bibliothek kostendeckend sein. Alleine der Anspruch ist schon etwas komisch.

Es gibt in jedem der Bundesländer sicher 2-3 Instituitionen, die hier tätig sind. Dazu kommen noch Bibliotheken um Uni/FH-Bereich. Es wurschtelt eben jeder rum und niemand will Kompetenzen abgeben.
Es ist wahrscheinlich einfacher, etwas neues aufzubauen und dann wichtige Teile dahin zu überführen. Glaubt hier ernsthaft jemand daran,daß die vorhandenen Organe bereit sind SCHNELL hier ein zentrales Gegengewicht zu den Anbietern (Verlage/Overdrive, Poltik) zu etablieren?

Zugegeben, es sind unterschiedliche Wünsche vorhanden was die Anschaffung betrifft. Beim Thema epaper wird es noch schwieriger, weil das Grevenbroicher Tagblatt nicht in ganz Deutschland interessant ist.

Gerade bei lokalen Titeln müsste man eben weiterhin Lizenzen lokal anbieten.

Aber eine Onleihe pro Bundesland mit teilweise lokalen Lizenzen wäre viel sinnvoller als die vielen Verbünde. Wir haben hier große Bibliotheken wie Münschen, Stuttgart, Berlin die alleine groß genug sind. Auf der anderen Seite viele Verbünde, die manchmal geografisch sinnvoll sind, oft aber aus der Not entstanden sind. Kleine Bibliotheken hängen sich dann an eine in der Nähe dran.

Es war ein Sündenfall der kommunalen Vertreter der ekz den Verkauf der onleiihe an einen Wettbewerber zuzulassen, das nun quasi ein Monopol besitzt. Je länger der Zustand andauert, umso schwerer wird es hier eine Stimme zu bekommen.

Glaubt ernsthaft EINER hier an den guten Willen von Overdrive?

Ich bin in keiner Bibliothek tätig, sondern nur Nutzer und haben etwas IT Support bei kleineren geleistet. Auf der anderen Seite habe ich als Berater schon viele Fusionen begleitet. Mir ist schon sehr klar, war der Käufer anstellen wird.

Bis dann mal die kommunalen Entscheidungsträger aufgewacht sind, ist alles schon passiert.

Wäre ich auf Seiten von Overdrive tätig würde ich folgendes tun.

  • Kundenbasis qualifizieren
  • Produkte vereinheitlichen
  • Lizenzbasis vereinfachen und Preise erhöhen in einem moderaten Maß, welches so gering ist, daß für die Kunden ein Wechsel teurer wäre als zu kündigen
  • Analyse techn. Basis Onleihe2/3 und eigene Plattform
  • Überführung in neue Plattform bis spätestens Mitte 2027, letzte Migration Ende 2027
  • Abschaltung onleihe2/3 und APPs
  • neue Verträge mit Lieferanten aushandeln…

    der Giftkoffer ist angesichts der Marktmacht von Overdrive so unerschöpflich, da kann man sich echt austoben.

Was für eine Alternative haben die Bibliotheken?

  • Wechseln .. wohin… ist der neue Anbieter groß genug, überlebt er?
  • Vertrag kündigen und auf bessere Konditionen hoffen? da sitzt Overdrive am längeren Hebel?
  • mit Overdrive verhandeln (klappt nur wenn man eine relevante Masse zusammenbekommt)…
  • die Politik einschalten? → die hat anderen Sorgen und wenn müsste man das Interesse bündeln… passiert also auch nicht :frowning:

Ich glaube da ist unglaublich viel Naivität bei den Bibliotheken und das Klammern an alten Strukturen bei den von dir erwähnten Instituitionen vorhanden.

Ich wiederhole mich ungern, aber warum sollten man die Anteile an der ekz behalten? Der Fall Overdrive hat ja gezeigt, was man bewirken kann → nichts.

Die Bibliotheken brauchen eine starke Stimme, sonst wird in 5-10 Jahren nicht mehr viel vorhanden sein. Die Jugend will eher streamen und online alles konsumieren. Genau die Produkte die Overdrive aufbaut, werden noch viel wichtiger in der Zukunft.
Ich denke jede Bibliothek wird eben bezuschusst, weil man für wichtig erachtet. Das wird ein immer größerer Posten und in Zeiten knapper Kassen wird man sich überlegen wieviele man noch betreibt.
Man sieht das ja an diveresen Zweigstellen, die geschlossen werden. Übrig bleibt oft nur noch eine Zentralbibliothek.

Zu meiner Zeit war es cool in der Bibliothek zu schmökern aber das hat sich auch geändert.

Warum ich das schreibe?

  • Ich bin total enttäuscht wie man hier zugesehen hat Einfluss bei DER Instituition ekz aufzugeben.
  • Jahreslang aufgebautes know-how (Personal, Software) wird aufgegeben
  • ein neues Monopol entsteht welches den Sitz ausserhalb der EU hat
  • Aufgabe jeglichen Einflusses auf die weitere Entwicklung im Zukunftsmarkt Online

die ekz wird sich eben auf die Dinge konzentrieren, auf die Overdrive keine Lust hat (Einrichtung der Bibliotheken, Bestückung mit Medien die vor Ort vorhanden sind etc..).

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Vorsicht Mutmaßung :smiling_face_with_horns: (ohne die keine Szenario-Analyse auskommt): Diese Entwicklung des Digital-Monopols liegt in der Logik der digitalen Prozessintegration und war absehbar. Verallgemeinere ich unsere Nutzerstatistik in der Altersverteilung, so sehe ich einen hohen Hügel am Anfang, ein tiefes und langes Tal in der Mitte und ein schweres Ende. Das heißt: Viele Kinder bis 10 Jahren leihen analoge Kindermedien aus. Von 11 bis 55 Jahren haben wir ein in den letzten Jahren stark abgesunkenes flaches Nutzungstal und über 55 Jahren steigt die Nutzung wieder stark an, und zwar überwiegend digital. „Und die geburtenstarken Jahrgänge kommen noch“ (Six feet under). Da man mit Impulskäufermarketing/Eventmarketing keine extrem voraussetzungsreichen Sozialisationsprozesse ersetzen kann, dürfte die Buchkultur sowohl digital und auch analog für die Grundschüler von heute und morgen weitgehend verloren sein. 20% aller Viertklässler fallen beim ersten Nebensatz in ein Wachkoma. Mit dem Übergang in die weiterführende Schule ist Schluss mit Büchern. Der demografische Wandel schleift den Nachwuchs ebenso wie der kulturelle Wandel. Die Kommunen müssen dringend Ballast abwerfen.

Könnte es sein, dass öffentliche Bibliotheken in der Fläche realistisch betrachtet keine Zukunft mehr haben und die Hoffnung der Bibliotheks"politik" in weitgehend zentral gesteuerten autonomen Buchstationen für eine kleiner werdende Minderheit liegt, sofern man überhaupt noch die Hoffnung hat, die Fläche zu „bespielen“? Würden unsere „Funktionseliten“ das kommunizieren, wenn sie so dächten?

Könnte es sein, dass die jetzt so kritisierte Übernahme durch Overdrive die letzte Hoffnung für die Fläche ist, weil Overdrive das Potential hat, bruchfrei und zentral alle Prozesse zu integrieren? Sollte die Fläche sich wünschen, dass die eMedien nur der erste Schritt sind?

Erfahrene Spieler kippen den König, bevor das Matt kommt.

Lieber @neckarpie und @Martin.Spieler
nachdem mich im Urlaub diese Nachricht doch sehr überrascht hat, lese ich noch viel überraschender diese Kommentare und Mutmaßungen über die ekz/divibib. Das Unternehmen ist in privater Hand und warum? Weil sie sonst nicht mehr existieren würde. Die Entscheidung die onleihe an Overdrive zu verkaufen ist sicherlich in Frage zu stellen, auf der anderen Seite haben sich viele von uns in den letzten Wochen und Monaten mit einer Kündigung der onleihe befasst. Was auch in Richtung der divibib kein Geheimnis war. Vielleicht ist das die Konsequenz unseres Handelns? Wir waren im Verbund soweit zu kündigen und sicherlich nicht die einzigen. Woher wissen Sie, wie gut es der ekz bzw der divibib in der Vergangenheit oder aktuell ging? Sind die Zahlen/Gewinne veröffentlicht? Wenn ja wo? Wäre eine solche Einrichtung öffentlich und wirtschaftlich tragbar, wie würde sich die Leko finanzieren und die Systeme die dahinterstehen?

Liebe(r) @Bib_lio, willkommen im Forum!

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Sie die beiden Sätze direkt aufeinander folgen lassen :grin: Sie reden von Mutmaßungen (bitte teilen Sie mit uns hier im Forum, welche Sie meinen) und stellen gleich darauf selbst eine auf. Oder ist es ein erfolgreich ins Bibliothekswesen hineingetragenes Narrativ, dass die ekz seinerzeit nur durch eine Privatisierung hätte gerettet werden können?

Wie dem auch sei, selbstverständlich darf in einem Forum, das dem Informations- und Meinungsaustausch dient auch gemutmaßt und spekuliert werden, ob dies jeweils kritikwürdig ist würde ich danach beurteilen, auf welcher Grundlage dies geschieht.

Ein Anbieter, der im dem Markt „Digitale Verleihmedien für Bibliotheken“ einen Marktanteil von weit über 90% besitzt, der in vielen Jahren sehr profitabel gearbeitet hat, darf dann jenen Bibliotheken, die aussteigen oder darüber nachdenken geradezu vorwerfen, dass sie diejenigen seien, die das erfolgreiche Geschäftsmodell ins Wanken bringen? „Na, wenn ihr zur Konkurrenz geht, dann dürft ihr euch nicht wundern!“

Hier stimmen wir durchaus überein: Wenn man nahezu am Gipfel der Marktbeherrschung ist, aber aus diesem Markt Signale bekommt, dass es abwärts geht/gehen könnte (Höhe öffentlicher Etats, Kaufbereitschaft, Konkurrenz…), vielleicht bekommt man dann Sorge um zukünftige Umsätze und Gewinne. Gerade dann, wenn man sich möglicherweise eingestehen muss, dass die (übermächtige?) Konkurrenz über ein gutes (besseres?) Produkt verfügt? Dann verkauft man vielleicht lieber auf dem Höhepunkt (?), um einen guten Preis zu erzielen. Das ist nur eine der möglichen Mutmaßungen, aber eine durchaus plausible. Es gibt noch andere, die ich hier nicht vertiefen möchte. Bevor die Spekulationen ins Kraut schießen kann man sich ja mal näher nach den Hintergründen erkundigen. Z.B. in ausführlichen Interviews mit Herrn Bourdon und Frau Weissman, bei denen auch tief und kritisch „gebohrt“ wird. Vorschlag als Beitrag für’s BuB, LIBREAS oder eine andere Fachzeitschrift. Ob wir dort die ganze Wahrheit erfahren werden, ist eine andere Frage…

Wichtige Daten über die ekz sind im Unternehmensregister online verfügbar:

Hier als Bsp. die beiden jüngsten verfügbaren Jahresabschlüsse (Geschäftsjahr 2024):

ekz_Jahresbericht 2024_HRB_350061_14.08.2026.pdf (76,0 KB)

divibib_Jahresbericht_2024_HRB_761358_14.08.2026.pdf (38,9 KB)

Die Berichte für 2025 werden irgendwann in 2027 vorliegen. Im Bericht für die ekz ist bereits vom deutlichen Umsatzrückgang gegenüber 2023 zu lesen. Andererseits heißt es dort unter Punkt C:

C. Chancen und Risiken, Prognosebericht
a) Chancenbericht
Die Nutzung digitaler Angebote und Dienstleistungen für Bibliotheken nimmt weiter zu. Davon werden insbesondere die divibib GmbH und LMSCloud GmbH profitieren, in Maßen auch die EasyCheck GmbH & Co. KG sowie die ekz benelux, da kontaktloses
Medienhandling eine höhere Gewichtung bekommt. Die neu gegründete redia Deutschland GmbH ist in 2023 gestartet und konnte bis Ende 2024 8 Kunden gewinnen. Die Marktdurchdringung wird sich in 2025 weiter fortsetzen. Damit erweitert die ekz-Gruppe ihr
digitales Angebot.

Die divibib wies 2024 einen Jahresüberschuss von über 1,2 Mio. EUR aus, die Verbindlichkeiten sind überschaubar und bestehen außerdem gegenüber Gesellschaftern und nicht gegenüber Lieferanten oder Banken.

Die folgende Grafik, die die Ertragssituation der ekz von 1994-2004 zeigt

stammt aus dem Jahresbericht 2006 des Rechnungshofes Baden-Württemberg, S.99-107:

Über die Umsatz- und Ertragssituation danach weiß ich „aus erster Hand“, weil ich von 2001 - 2014 bei der ekz beschäftigt war. In jährlichen Mitarbeiterversammlungen bekamen wir selbstverständlich ausführliche Informationen, von denen nur ein kleiner Teil öffentlich zugänglich war und ist.

Die Leko bzw. die Bibliothekarischen Dienste isoliert zu betrachten, greift viel zu kurz. Das wusste spätestens nach den ersten Jahren auch der neue GF, Hr. Meyer. Denn an diesen Diensten hängt direkt und indirekt ein Großteil der Medienumsätze. Ohne Lektorats- und Datendienste können z.B. Standing Order nicht in der existierenden Form erbracht werden - und das ist nur EIN Bsp. Komplexe Angelegenheit, die nicht auf die schnelle zu Vermitteln ist, aber sehr gerne verkürzt vermittelt wurde (auch im Bericht des Rechnungshofes). Die Realität sieht bildlich eher wie folgt aus: Stellen Sie sich vor, ein Automobikonzern würde seine Entwicklungsabteilung als Profit-Center betreiben wollen. Dauernd würde die GF dieser Abteilung vorwerfen, dass sie nicht profitabel arbeite. In den Markt hinein würde sie hingegen argumentieren: „Seht nur, wir investieren Milliarden in Forschung und Entwicklung, die uns niemand bezahlt, aber wir müssen das tun, damit wir alle bessere Autos bekommen.“ Man würde über eine solche Argumentation zu Recht den Kopf schütteln, weil jedem klar ist, an welcher Stelle (nämlich im Vertrieb) diese Entwicklungskosten wieder hereingeholt werden.

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Mit diesem Ansatz sagt man aber auch, dass der Wunsch nach Privatsphäre, den manche Nutzer haben, keine Relevanz hat. Anderenfalls würde man sich dafür einsetzen, dass diese gewahrt werden kann.
Dass der Großteil der Gesellschaft diesen Wunsch nicht verspürt muss man anerkennen. Dass der Versuch, ihm nachzukommen eine Bibliothek vor sehr große Herausforderungen stellt, ebenfalls.
Trotzdem finde ich es schwierig, nachzuvollziehen, einen „Friss oder stirb“-Ansatz zu verwenden, weil man die Nutzer nicht bevormunden möchte.

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@Bib_lio : Das ist so ziemlich die unsinnigste Behaupting in diesem ganzen Thema. Damals waren die Kassen der Kommunen noch gut gefüllt, Outsourcing war schick und man hat alles auf Rendite getrimmt. Kultur kostet immer Geld und ist in den seltensten Fällen kostendeckend.
Die ekz war systemrelevant für die Bibliotheken und die hätte man niemals auslösenn können. Das wäre niemals passiert, ist aber aus heutiger Sicht egal. Vielleicht wären zumindest 50,1% bei den Kommunen geblieben - breiter verteilt.

Genau die ekz ist in vielen - nicht allen Punkten - sehr eng mit den Bibliotheken verzahnt - fast schon Monopolist. Da hat man eben wohl nicht immer auf die Kunden gehört und gedacht man kann die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt.

Naja die zeitliche Abfolge ist doch naheliegend. Herr Dr. Meyer ist eben in einem Alter, in dem man den Ruhestand genießen möchte. Er wusste sehr genau, es geht nicht ewig weiter und fand einen Käufer. Dieser hat genug Erfahrung im Beratungsgeschäfts und kommt nicht direkt aus dem Bibliothekswesen. Es ist ja nicht verwerflich in eine Firma zu investieren und diese dann gewinnbringend zu verkaufen.
Ich glaube, da steckte schon ein gewisser Plan dahinter - rechtlich ok - moralisch sehr fraglich.

Das Thema ist ums Eck rum. Die Bibliotheken können nur noch dem abgefahrenen Zug hinterherschauen. Die älteren Kunden werden wegbrechen, die Jugend streamt. Das wird noch spannend wie es hier weitergeht. Hinzu kommt die nicht vorhandene Lobby. Man gewinnt im Markt nicht mit dem besten Produkt sondern dem besten Marketing. Ebenso verschaffte man sich nicht immer mit den besten Argumenten Gehör sondern mit einer entsprechenden Lobby.

Ich glaube die Bibliotheken werden sich in einem Jahr sehr wundern. Etwas ähnliches ist ja im Verlagssektor im Unibereich passiert. Da sind viele kleine Verlage verschwunden und es gab und gibt nur noch sehr wenige Anbieter, die nun die Unis auspressen. Auch hier geht es um Steuergelder und wer will kann ja mal nach „elsevier boykott“ suchen.

Immerhin haben sich die Unis und Forschungseinrichtungen zum Deal Konsortium zusammengerauft um EINE Stimme gegenüber den Lieferanten zu etablieren. Davon sind die Bibliotheken Lichtjahre entfernt.

Die andere Entwicklung war die Schattenbibliotheken Scihub, die entstanden ist, weil Studenten für die Recherche von anderen Publikationen von mit steuermitteln gefürderten Publikationen zahlen sollten (1-10 Euro pro Seite für Papers). Ja das ist rechtlich auch fragwürdig.
Wer heute studiert und eine gute Masterarbeit schreibt braucht bei 100-200 Quellen und 5-10 Seiten Umfang also rund 1000 Seiten á 5 Euro mindestens 5.000 Euro um diese Papers zu validieren.
So langsam holen sich die Unis die Hoheit zurück, aber auch nur weil man sich zusammensetzt.

Das ist die blaupause für das, was den deutschen Bibliotheken drohen wird.

  • Wie groß ist der Anteil der Bibliotheken im deutschsprachigen Raum am Umsatz von Overdrive?
  • Wer sitzt am längeren Hebel?
  • Wer ist zentral organisiert?
  • Wieviel „Entgegenkommen“ darf man von Overdrive erwarten?
  • Wieviel ernsthafte Alternativen gibt es ?

Leider mal wieder ein Beispiel wie blauäugig man hier alles betrachtet.
Auf Hilfe vom Kartellamt wird man lange warten, denn es geht um zu wenig Umsatz. Das Kartellamt kann ja nicht mal den Zusammenschluß in BaWü der großen Zeitungen verhindern (Südwestpresse kauft SWMH und damit so gut wie alle verbliebenen Tageszeitungen). Da ging es um einen hohen dreistelligen Millionenumsatz.

Das Schwert des Kartellamtes ist für „größere“ und „wichtigere“ Fälle gedacht. Darüber hat sich sogar der Präsident geäußert.

Kartellamts-Präsident Andreas Mundt erklärte, dass die rechtlichen Voraussetzungen für ein Untersagen des Deals nach dem aktuellen Wettbewerbsrecht nicht vorlagen, obwohl die Behörde die Entwicklung mit großer Sorge betrachtet.

Auch hier betrachtet man das sicher mit „Sorge“ kann aber eben nichts machen. Das Wettbewerbs- und Kartellrecht gibt eben keine Handhabe hier einzuschreiten.

Ich bin jetzt zu faul den Umsatz der divbib rauszusuchen aber es ist einfach zu wenig, damit das Kartellamt sich damit beschäftigt.

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Hier gibt es mittlerweile eine Antwort. Die anmeldepflichtige Umsatzschwelle wird nicht erreicht:

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Hier gibt es einige Antworten auf verschiedene Fragen:

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Nein, das sagt man damit nicht. Damit sagt man lediglich, dass jeder Mensch für seine Daten selbst verantwortlich ist und damit informiert umgehen sollte.

Damit unterstellen Sie uns, dass wir das nicht tun - das ist aber falsch. Ich finde aber den Anspruch, den ich aus Ihren Worten herauslese, dass man als Bibliothek verpflichtet sei, datenschutztechnisch „die gesamte Welt zu retten“, reichlich überzogen. Zudem empfinde ich es als anmaßend, wenn man als Bücherei meint, den Leser/innen vorzuschreiben, wie sie mit ihren Daten umzugehen haben. Wir sind nicht die Erziehungsberechtigten unserer Leser/innen.

Was die datentechnische Interaktion zwischen uns als Bibliothek und der Onleihe angeht, so ist diese geprüft und gemäß DSGVO einwandfrei. Wenn der Anbieter darüber hinaus Mehrwert gegen Daten anbietet, bei dem es der Leser/die Leserin selbst in der Hand hat, ob sie diesen Tausch eingeht, so habe ich damit kein Problem, denn jeder kann hier das Maß an individuellem Datenschutz selbst steuern.

Aber wenn einem als Bibliothek dies nicht gefällt - und dafür habe ich Verständnis - dann muss man sich eben von diesem Partner trennen und sich einen solchen suchen, der das Maß an Datensparsamkeit bietet, das man sich für seine Leser/innen wünscht.

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Mailadressen sind doch nun wirklich das geringste Problem. Da erstellt man für jeden Dienst eine eigene pseudonyme Adresse und es ist gut.

Es geht um den endlosen Strom an Daten, der wesentlich weniger leicht zu kontrollieren ist.

Ich empfehle jedem, sich einmal zB mittels einer Firewall anzusehen, welche Server Apps im Hintergrund so alles kontaktieren und dann zu versuchen, herauszufinden, welche Daten dorthin übertragen werden.

Die allerwenigsten werden das technische Wissen haben, diesen Strom an Daten so einzuschränken, dass die Funktionalität der App trotzdem noch gegeben ist. Aber dennoch sollen sie selber dafür verantwortlich sein?

Selbst wenn das gelingt, bleiben noch die Daten, die an die Server des Betreibers der App selbst gehen und der Umgang mit ihnen. Im Falle einer Bibliotheksapp handelt es sich sogar auch um Daten aus besonders geschützten Kategorien wie Gesundheits- und Weltanschauungsdaten. Und selbstverständlich erwächst daraus eine Schutzpflicht der Bibliotheken. Was denn sonst.

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Also die Seite ist ein Armutszeugnis…
Es fängt schon mal mit einer fetten Falschbehauptung an:

Um die Onleihe zukunftssicher und noch attraktiver aufzustellen, bündeln divibib und OverDrive deshalb ihre Kräfte.

Falsch die divbib wurde an Overdrive verkauft:-)

Die Abschaltung ist weiterhin für Ende Oktober 2026 vorgesehen, nach Abschluss der Umstellungen auf die Onleihe 3.

Also im Oktober sollen ALLE onleihe 2 auf onleihe3 umgestellt werden..

Besteht die Möglichkeit, die Onleihe 2 fortzuführen?
Eine dauerhafte Nutzung ist nicht vorgesehen. Alle Onleihen sollen bis Ende 2027 in Libby überführt werden. Hierzu ist die vorherige Migration auf die Onleihe 3 notwendig.

ein direkter Weg von onleihe2 zu libby ist nicht vorgesehen. Doppelter Aufwand für alle onleihe2 Bibliotheken.

Aber es kommt noch besser…

Welches Verfahren ist für den Übergang vorgesehen?
Die Dauer der Migration lässt sich derzeit noch nicht final beziffern; unser Ziel ist jedoch eine möglichst nahtlose und zeitsparende Umstellung.

Der Weg ist das Ziel.. oben ist von Oktober 2026 onleihe2 → onleihe3 und Ende 2027 nach Libby die Rede

Aber die beste Formulierung kommt noch…

Wird ein nahtloser Übergang zwischen Onleihe und Libby sichergestellt?
Dies ist das erklärte Ziel der aktuellen Planungen.

Das hört sich nach einem echten Plan an, die man da hat. Also die Bibliotheken werden zu zwei Migrationen verdonnert inkl. Support der eigenen Kunden. Man muß also Zeit investieren in eine Plattform onleihe3 die kurz danach wieder migriert wird…

Immerhin die Abschaltung des Forums hat man sofort hinbekommen:-)

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Auch schön:

Werden die Nutzerdaten auf Servern in der EU und nach DSGVO gespeichert?

Die Speicherkonfiguration der Nutzerdaten ist derzeit noch in Klärung.

1A-Marketing-Sprech:

Warum erfolgt dieser Schritt jetzt?

Die ekz.bibliotheksservice GmbH möchte ihren Partner*innen in Zukunft weiterhin ein Höchstmaß an Service bieten. OverDrive ist einer der weltweiten Wegbereiter des digitalen Lesens und Hörens. Wir sind überzeugt, dass der gute Ruf und die umfassende Erfahrung des Unternehmens uns zu einem glaubwürdigen Partner machen, um die Mission der Onleihe fortzuführen: eine niedrigschwellige und zeitgemäße Plattform für den digitalen Verleih von Büchern und Medien.

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Ich arbeite in der IT. Für mich ist das Projekt somit von Start weg „verflucht“.

Ich habe das einfach schon zu oft gesehen, dass der Zeitplan steht, aber es noch keinen Plan gibt, wie das ganze funktionieren soll.

So wie es aussieht, gibt es noch keine funktionierende Migration von Onleihe 3 nach Overdrive.

Das heißt, das muss erst entwickelt und getestet werden.

Beim Umstieg Onleihe 2 auf Onleihe 3 sollte man die Migration immer im Fokus gehabt haben (wenn ich mich an die Probleme erinnere, die es gab, anscheinend nicht wirklich…).

Hier geht es aber um 2 Systeme die nie etwas miteinander zu tun hatten. Das ist deutlich komplexer. Dann kommt noch dazu, dass Bibliotheken zusammengeführt werden müssen (die, welche Overdrive und Onleihe haben)

Dann gibt es noch Funktionen, die Overdrive gar nicht hat (Zeitungen, Zeitschriften, richtig?)

Auch hier: Das heißt, das muss erst entwickelt und getestet werden. Das wird irgendwo passieren.

Das Team auf Onleihe Seite weiss vermutlich oder kann es sich denken, dass nach Abschluss der Umstellung viele Jobs wegfallen. Somit beginnen die Leute sich umzuschauen. Die besten Mitarbeiten haben normalerweise zuerst einen neuen Job, fehlen somit im weiteren Prozess.

Selbst wenn man jetzt hofft, das Ganze bis z. B. März 27 ready zu haben, hat man nur noch 9 Monate um alle Bibliotheken umzustellen.

Das mit der Abschaffung der internen und externen Foren ist vermutlich noch die „cleverste“ Idee. Sie wissen schon, dass es viele Probleme geben wird und wollen die, anders als bei Onleihe 3, nicht öffentlich dokumentiert sehen.

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Darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Mein Gedanke war immer nur, dass sie einen shitstorm vermeinen wollten.

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Wie schon in einem vorigen Beitrag geschrieben, empfehle ich den Onleihe-Bibliotheken, sich mal mit einer Overdrive-Bibliothek in ihrer Nähe bei einer Tasse Kaffee auszutauschen, um zu erfahren wie diese den Umstieg zu Overdrive realisiert haben. Das kann extrem hilfreich sein, diese nebulöse Unklarheit zu versachlichen. Also, werdet proAKTIV und kommuniziert mit den KollegInnen in der Nachbarschaft! :cookie: :hot_beverage:

Jetzt zu vermuten/argwohnen/befürchten wie schlimm alles werden könnte/wird ist menschlich gesehen total verständlich, aber aktuell NULL hilfreich!

Unsere mittelgroße Stadtbibliothek wollte damals den kompletten Abschied von der Onleihe. Wir hatten nach vielen Jahren keine Hoffnung mehr auf Besserung. Wir haben später auch andere Bibliotheken im Gespräch beraten, dass ein Umzug machbar und realisierbar ist. Manche Bibliothek und Verbund ist dann umgestiegen und manche hat u.a. wegen Donald Trump sich gegen Overdrive entschieden und wohl auf bessere Zeiten bei der Onleihe gehofft. Nun ja …

Darüber hinaus gibt es ja noch alternative Anbieter wie Bolinda und Biblio. Man kann ja testen und ausprobieren! :+1:

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Die Naivität ist und unfassbar hier bei manchen Beiträgen. Schwimmt ihr in Geld?
es geht NICHT nur um die technische Umsetzung sondern auch den finanziellen Aspekt..

Es hat NIEMAND bezweifelt, daß eine Umstellung unmöglich ist, ABER

  • es fällt Aufwand (Schulung, Ressourcen) bei der Umstellung an
  • onleihe2 Kunden sind gezwungen erst auf onleihe3 und DANN auf Overdrive zu migrieren. Man hat also Mehraufwand der auf dem Rücken der Bibliotheken ausgetragen wird, Aber hey.. es ist ja nur Steuergeld
  • der Test alternativen Plattformen kostet auch Ressourcen und die Frage ist:
    setze ich auf den richtige Pferd, welches auch noch in 3-5 Jahren am Markt überlebt?

Die Macht von Overdrive ist schon sehr erschreckend und DAS ist der Kern der Diskussion hier.

Der Käufer hat ein bisschen Geld investiert und solche Übernahmen müssen sich in 3-5 Jahren auszahlen.

Man kann natürlich glauben, es wird alles besser und billiger… und man kann auch an den Osterhasen glauben…

Glaubt hier jemand, Overdrive wird nicht versuchen die Lizenstruktur zu vereinfachen und Gebühren zu erhöhen. So nebenbei kann man das gleiche Spiel auch bei den Verlagen probieren.

„erhöher Aufwand“, „mehr Geld in die Entwicklung der neuen Plattform“, „mit uns erreichen Sie 90% der potentiellen Kunden“ usw..

Alleine die Wortwahl auf der FAQ Seite ist schon sehr interessant.

Also Ende 2027 wird es keine onleihe mehr geben, schon alleine weil teilweise die Wissensträger weg sind und man eben nur eine Plattform pflegen will. Spätestens 2028 wird man ein einheitliches Lizenmodell verwenden. Das muss keine Bibliothek annehmen, aber was ist dann die Alternative?

Die wird es geben, aber wer will auf einen Lieferanten mit einem Marktanteil an der Grasnarbe setzen?

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Wenns keine gangbare Alternative auf absehbare Zeit gibt, stellt sich die Frage nach dem „was“ ja nicht mehr. Sondern nur noch nach dem „wie“.
Und wenns am Ende nicht mehr für jede Bibliothek bezahlbar sein sollte, isses halt so und es muss gekündigt werden.

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@neckarpie sehr, sehr viele Mutmaßungen ihrerseits!

Unsere Bibliothek hat 15 Jahre mit Divibib und fast 5 Jahre Erfahrungen mit Overdrive. Am Ende sind wir sehr froh, den Umstieg zu Overdrive realisiert zu haben.

  • Kosten:Lizenzkosten/Laufzeiten/Kosten für die Plattform sind/waren bei der Nutzung sowohl der Onleihe, als auch bei Overdrive immer im Blick, insbesondere da viele Kommunen gerade in die Haushaltssicherung reinrutschen.
  • Plattformkosten: waren bei der Onleihe in unserer Bibliothek damals 3x höher als bei Overdrive. Mit dem eingesparten Geld kann man also eine Menge Content anschaffen.
  • Verlage: sowohl die Bibliotheken, als auch die Anbieter der Plattformen haben keine/kaum Macht ggü den Verlagen. Es ist eher umgedreht, dass die Verlage die Preise diktieren: u.a. Random House, der Big Player, hat im Frühjahr einfach mal die Lizenzlaufzeit von 48 auf 24 Monate halbiert. Die Reaktion seitens der Bibliotheken/Verbände war verhalten.
  • Kommunikation: wir haben die Vertreter von Overdrive damals direkt zu uns eingeladen, dazu noch benachbarte Bibliotheken: Kaffee/Kuchen/Präsentation, plus ganz viel SmallTalk auf persönlicher Ebene!
  • Ressourcen/Aufwand bei einem Umstieg: klar ein Plattformwechsel ist immer aufwendig und stellenweise auch nervig. ABER der Alltag in der Onleihe war auch regelmäßig aufwendig und regelmäßig nervig, sowohl von der Performance, als auch der Außenkommunikation. Wir haben, auch mit Blick auf die Steuergelder eine Chance auf Verbesserung für die AnwenderInnen gesehen und sind immer noch sehr, sehr froh darüber damals zu Overdrive umgestiegen zu sein. Und ganz ehrlich: wenn man den Umstieg im Team bewerkstelligt, hält sich Aufwand in Grenzen.
  • Herausforderung/Chance: die Kommunikation und der Support mit den AnwenderInnen: bei den AnwenderInnen der Libby-App fast null. Bei den Tolino/PocketBook-NutzerInnen haben wir gefühlt 3 Monate im Akkord Lesezeichen gesetzt. WICHTIG: die Kolleginnen an der Auskunft unterstützen bzw. dort direkt die AnwenderInnen mit SupportBedarf abfangen. Natürlich bekamen wir auch mal eine MeckerMail oder eine echaufierte Leserin, die sich vor mir aufbaute. Wir haben diese SupportWelle aber auch als Chance gesehen: das heißt jeder der Support in Anspruch nahm, hatte die Möglichkeit mit Pressreader/Filmfriend und Co. die Bibliothek zu verlassen. Das waren am Ende nicht wenige.
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