Frage an Gemini:
Könnte mit strategischer Perspektive auch die Übernahme von anderen Töchtern der ekz-Gruppe ein Thema werden?
"Aus strategischer Sicht ist eine vollständige oder schrittweise Übernahme weiterer Töchter der ekz-Gruppe durch OverDrive (und dessen Muttergesellschaft KKR) durchaus ein realistisches Szenario.
OverDrive verfolgt das Ziel, eine integrierte, digitale Komplettlösung für Bibliotheken weltweit anzubieten. Die verschiedenen Tochterunternehmen der ekz-Gruppe decken genau die technologischen Schnittstellen ab, die OverDrives Ökosystem in Europa perfekt ergänzen würden. [1]
Folgende Töchter der ekz-Gruppe stünden dabei im strategischen Fokus:
1. LMSCloud GmbH (Bibliotheksmanagementsysteme)
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· Das Unternehmen: Die LMSCloud GmbH bietet cloudbasierte Bibliotheksmanagementsysteme (ILS) an, die auf der Open-Source-Software Koha basieren.
· Strategischer Wert: In den USA tobt ein erbitterter Kampf um das System, das Bibliotheken zur Verwaltung ihres physischen und digitalen Bestands nutzen. Wer das Managementsystem kontrolliert, kontrolliert die Datenströme. Mit einer Übernahme könnte OverDrive seine App Libby tief in den Online-Katalog (OPAC) deutscher Bibliotheken einbetten und Konkurrenten systematisch ausschließen.
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2. EasyCheck GmbH & Co. KG (RFID & Selbstverbuchung)
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· Das Unternehmen: EasyCheck ist der Spezialist der Gruppe für Hardware und Software im Bereich RFID-Technologie, Verbuchungsautomaten und Sicherheitsgatter.
· Strategischer Wert: Große Technologiekonzerne im Bibliothekssektor (wie der US-Konkurrent Bibliotheca) bieten seit Jahren Hard- und Software aus einer Hand an. Für OverDrive wäre der Kauf von EasyCheck der Einstieg in den physischen Raum der europäischen Bibliotheken, um die Brücke zwischen digitaler App-Nutzung und physischem Bibliotheksbesuch zu schlagen.
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3. redia Deutschland GmbH (Nutzerportale)
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· Das Unternehmen: Redia bietet die Serviceplattform :rediaconnect an, die alle Angebote einer Bibliothek – von Veranstaltungen bis hin zu digitalen Medien – in einer einzigen App-Oberfläche bündelt.
· Strategischer Wert: Die Kernkompetenz von OverDrive liegt in der Benutzeroberfläche (Libby). Das Zusammenführen der dänisch-deutschen Redia-Infrastruktur mit OverDrive würde eine „Super-App“ für europäische Bibliotheksnutzer schaffen, die weit über das reine Ausleihen von E-Books hinausgeht. [2]
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Strategische Treiber für eine Expansion
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· Das KKR-Wachstumsmodell: Als Private-Equity-Tochter agiert OverDrive extrem akquisitionsgetrieben. Nach dem Kauf des reinen Content-Geschäfts (divibib/Onleihe) folgt im klassischen „Roll-up“-Szenario meist der Zukauf komplementärer Software-Sparten, um den Umsatz pro Bibliothekskunde zu maximieren (Cross-Selling).
· Verteidigung gegen globale Konkurrenz: Der Markt für Bibliothekssoftware konsolidiert sich rasant. Giganten wie ProQuest/Ex Libris (Clarivate) bieten riesige Komplettpakete an. OverDrive muss technologisch aufrüsten, um im europäischen Ausschreibungsmarkt langfristig mitbieten zu können. [1]
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Was dagegen spricht (Die Hürden)
Ein Komplettverkauf aller Töchter wird kurzfristig durch die Struktur des ekz.bibliotheksservice gebremst. Die ekz-Gruppe ist historisch eng mit der öffentlichen Hand und Städten (die oft Anteile halten) verflochten. Ein radikaler Ausverkauf wichtiger Infrastruktur-Töchter an ein US-Investmentunternehmen würde im deutschen Bibliothekswesen massive politische Widerstände und datenschutzrechtliche Bedenken (DSGVO) hervorrufen.
Wahrscheinlicher ist daher zunächst eine Phase exklusiver strategischer Partnerschaften zwischen OverDrive und den verbleibenden ekz-Töchtern, bevor KKR weitere Kaufangebote vorlegt.
OverDrive’s New Owners: What It Means | American Libraries Magazine "