hier entsteht eine Austauschplattform für alle Bibliotheken, Institutionen, etc. die sich vorstellen können in irgend einer Form Escape Games in ihrer Einrichtung anzubieten oder bereits anbieten.
Wir sind aus der SuUB Bremen und bieten seit dem Sommer 2024 ein Escape Game als allgemeine Bibliothekseinführung an. Wir nutzen dies als Schulungsmethode oder wandeln unser bestehendes Konzept für Events mit sämtlichen Zielgruppen (Kinder, Stadtnutzende, etc.) ab.
Unsere Hauptzielgruppe sind Schüler:innen der Oberstufen im Land Bremen und Niedersachsen sowie Erstsemesterstudierende mit wenig bis keiner Bibliothekserfahrung.
Wir sind kurz vor dem Relaunch von Codex verschollen – Die Jagd nach dem verlorenen Wissen. Hier mal das was uns KI als Werbetext geschrieben hat:
Ein legendäres Manuskript – spurlos verschwunden.
Eine rätselhafter Professor*in – hinterlässt Hinweise.
Bis zu vier Teams – eine Mission.
Findet das verschollene Wissen inmitten der Bibliothek!
Löst knifflige Aufgaben, entdeckt verborgene Hinweise und werdet zu Meisterdetektiv*innen des Wissens.
Taucht ein in die Welt der Bibliothek – auf ganz neue Weise.
Also die Gruppen müssen ein Manuskript von einem verwirrten Prof. finden. Wir haben uns da ziemlich von euch aus Bremen inspirieren lassen. Es ist auch eher eine Rallye, als ein Escape-Room, da man nicht irgendwo raus muss. Wir sind gespannt wie es läuft, unsere Tests vorab mit Kolleg*innen waren nicht schlecht. Sobald wir damit gestartet sind, würde ich unsere Materialien auch teilen und auch Feedback dazu geben. Viele Grüße von der Evangelischen Hochschule in Bochum Jens Winalke
Die Boxen sind in Kooperation mit Studierenden der Hochschule Merseburg unter Anleitung eines Spieledesigners entstanden.
Wir verleihen die Boxen bewusst nicht außer Haus, weil sie zu viele filigrane Teile beinhalten. Hier haben wir es besser im Blick.
Die Veranstaltungen sind gut besucht und kommen gut an.
Auch Anfragen zu Lehrer-Workshops hatte ich schon. Da haben sich die Lehrkräfte durch die Boxen für ihren Unterricht inspirieren lassen.
Da die 7 Boxen für unterschiedliche Altersstufen geeignet sind, lassen sie sich nicht so gut für Klassen-Veranstaltungen nutzen. Deshalb sind wir gerade auf der Suche und am Testen, welche Escape-Spiele dafür zum Einsatz kommen könnten. Da gibt es ja schon einige Materialien, die von Bibliotheken zur Verfügung gestellt wurden.
Das klingt ja super spannend!
Habt ihr Fotos/Videos der Boxen und deren Inhalte? Und wie hoch ist der Aufwand, wenn ihr sie nach einem Spiel zurück bekommt?
Hast du die Möglichkeit uns da einmal etwas zu zeigen?
Wir haben an der TH Augsburg ein Escape Game entwickelt, das die Möglichkeit bietet, die Bibliothek als Raum kennenzulernen. Es melden sich v.a. Studierende an, aber auch Gruppen, die keine Verbindung zur Hochschule haben. 90 Minuten lang rätseln sie sich quer durch die Bibliothek. Bei uns wurde nämlich ein Büchermarder gesichtet, der wertvolle Bücher beschädigt hat. Die Aufgabe der Rätselgruppe ist es, das Versteck des Büchermarders zu finden.
Die Gruppe erhält zu Beginn drei Puzzleteile, die die Story enthält aber auch den Hinweis zur nächsten Rätselstation und so müssen die Teilnehmenden im Verlauf des Spiels den Selbstverbucher bedienen, ein Buch anhand der Signatur finden, den Kopierraum finden etc. Hat man alle Puzzleteile gefunden, ergibt sich auf der Rückseite das Bild von dem Ort, an dem sich das Versteck des Büchermarders befindet (ein kleines fahrbares Schließfach - der Schlüssel dazu befindet sich in einem ausgehöhlten Buch, das sie im vorigen Schritt suchen mussten). Oft haben sie das Bild und den Ort schon erkannt und wissen dann, dass sie einen Schlüssel finden müssen, um den Cubus zu öffnen. Neben den Puzzleteilen gibt es noch weitere Rätsel, die ein bisschen zu groß waren für ein kleines Puzzleteil. Diese Zusatzmaterialien sind aber mit einem Puzzlesymbol gekennzeichnet, damit man erkennen kann, dass sie zum Spiel gehören.
Wir bieten zu Semesterstart jeweils mehrere feste Termine pro Woche an, die man buchen kann; im Laufe des Semesters gibt es einen möglichen Zeitslot pro Woche. In der Prüfungszeit und in den Semesterferien wird das Escape Game nicht aktiv angeboten.
wir verteilen vor dem Spiel die Materialien, die gefunden werden müssen, in der Bibliothek und versucht, falsche Hinweise zu entfernen (Wenn im Kopierraum ein vergessenen Blatt oder ein vergessener USB-Stick liegen, wurde beides schon als Teil des Rätsels interpretiert, das irgendwie Sinn ergeben muss ) . Das dauert ca. 20 Minuten. Nach dem Spiel suchen wir die Materialien wieder zusammen, viele werden von der Rätselgruppe aber mitgenommen und am Ende abgegeben.
Die zerknüllten Papiere sind Teil eines Rätsels, mit einer Schwarzlicht-Taschenlampe erkennt man darauf Hinweise.
Das ist ja extrem cool!
Hattet ihr irgendwelche signifikanten Probleme, dass Materialien auch weg waren o.ä.?
Bleibt ihr mit den Spielenden irgendwie in Kontakt?
Oder lasst ihr sie einfach laufen?
Müsst ihr Materialien reproduzieren?
Gibt es neben dem Verstecken noch weiteren Aufwand bevor ihr das Game wieder raus geben könnt?
Seit 2019 bietet die Stadtbibliothek Berlin-Mitte in der Bibliothek am Luisenbad einen kostenlosen Escape Room an, welcher jeden Freitag von Gruppen gebucht werden kann.
Der Escape Room wurde 2018 für das VÖBB-Jubiläumsfest entwickelt und seit 2019 dann fest in der Bibliothek am Luisenbad angesiedelt und angebunden. Dafür gab es dann 2019 auf den ersten Platz im Best-Practice-Wettbewerb Informationskompetenz auf dem Bibliothekskongress in Leipzig.
Unsere Bibliothek ist nicht so groß, man kommt unweigerlich an der Theke vorbei und dort sitzt immer eine Person, die einen Blick auf die Gruppe wirft und z.B. Tipps anbietet, wenn sie schon sichtbar lange an einem Rätsel arbeiten. Wir fragen auch nach, wie alles geklappt hat, wenn die Gruppe fertig ist mit dem Spielen und lassen uns die Materialien geben. Meistens sagen die Teilnehmenden dann direkt, was sie an anderen Stationen zurückgelassen haben. Bis jetzt ging noch nichts verloren.
Die Puzzleteile sind laminiert; für ein Rätsel kann man mit Folienstift direkt draufschreiben. Das wischen wir wieder ab, damit es bereit ist für die nächste Gruppe. Ansonsten halten die Teile seit einem Jahr durch. Nur das zerknüllte Papier schaut schon so kaputt aus, dass es dazu verleitet, es noch weiter zu zerrupfen, also wird es gelegentlich neu ausgedruckt
Die Auslastung ist soweit gut und hat sich nach Corona wieder gut gefangen. Die Teilnehmerzahlen werden in der Bibliothek erfasst und sich Teil unserer allgemeinen Veranstaltungszahlen. Genaue Zahlen kann ich dir leider nicht nennen, aber sie sind so gut, dass für die Betreuung mittlerweile Ehrenamtliche eingestellt worden sind.
Wir nutzen BestCase, die Boxen vom Games Institute Austria
Dafür haben wir einen Escape Room zum Thema Kinderrechte erstellt, den wir für Aktionen nutzen. Der war vorher als Online-Version nutzbar, während der Coronazeit. Online-Escape Room für Kinderrechte. Wir haben dazu auch ein kleines Hörspiel produziert.
In Zukunft wollen wir uns auch die Tillybox anschaffen, um dann mit Gruppen selbst Escape Rooms zu erstellen
Damit kann man dann mit dem 3D Drucker und Scratch selbst interaktive Boxen gestalten, die dann mobile Escape Rooms ermöglichen.
in der UB Dortmund wird auch bald ein Knobel-/Ralleyspiel angeboten, das ca. 30 Minuten Spielzeit dauern soll. Zielgruppe sind alle Neulinge um die UB kennenzulernen. Ziel von dem Spiel wird es sein, eine Schatztruhe zu öffnen, die mit einem vierstelligen Zahlenschloss verschlossen ist. Pro Ziffer gibt es ein Rätsel um sich eine Zahl zu erspielen. Im Herbst soll es erste Testläufe mit Kolleg*innen geben. Die Schatztruhe soll öffentlich zugänglich in einem Regal stehen, sodass Interessierte jederzeit spielen können. Die Anleitungen und weiteren Materialien sollen sie auf Nachfrage ausgehändigt bekommen. Wenn es an die Finalisierung geht teile ich hier gerne Fotos bzw. den Aufbau des Spiels.
Dazu planen wir in einer Projektgruppe ein Escape-Game was wir an Eventtagen anbieten können. Da stehen wir aber noch ganz am Anfang und freuen uns sehr über den regen Austausch und die Inspirationen hier!
Das ist doch schon richtig spannend! Ich finde es auch sehr interessant, dass die Schatztruhe quasi sichtbar im Bestand steht (kommt gleich auf meinen Notizzettel).
Und wie darf ich das verstehen, dass ihr für Events noch ein anderes macht?
Spielt ihr dann als Bibliothek mit den Inhalten im Game eine gesonderte Rolle oder was ist eure Idee?
Wenn Ihr dazu mal sprechen und euch austauschen mögt, meldet euch gern. Klingt richtig spannend
Für Events wollen wir noch ein gesondertes Spiel entwickeln, das länger dauert und mit mehreren Gruppen parallel gespielt werden kann. Dabei soll es dann über die Benutzung/die Rolle der UB hinaus noch mehr um Recherche und Faktenprüfung gehen und einen noch verstärkteren Escape Game Charakter haben. Das Escape Game soll betreut stattfinden und wir überlegen dann auch die betreuenden Mitarbeitenden in das Spiel einzubauen, entweder als Teil eines Skripts, sodass die Spielenden mit ihrer Hilfe zusammen zur Lösung kommen können, oder als Joker wenn eine Gruppe nicht weiter kommt. Da sind wir aber noch am Anfang der Planung.
Seit dem Sommersemester 2024 bieten wir an der Universitätsbibliothek Bayreuth ein Escape Game in englischer Sprache für Studierende der Geisteswissenschaften an. Das Besondere: Das Spiel wurde in Kooperation mit einem Lehrstuhl der Anglistik entwickelt, die Lernziele und Aufgaben sind somit eng auf diese Zielgruppe abgestimmt.
In unserem Escape Game werden die Teilnehmenden zu wissenschaftlichen Mitarbeitern eines sich aktuell sehr seltsam verhaltenen Professors. Was ist diesem zugestoßen, welche dunklen Geheimnisse hat er während seiner Studien gelüftet und hat er sich eventuell sogar einen Fluch zugezogen? All das müssen die Teilnehmenden durch das Lösen bibliothekarischer Rätsel erkunden.
Die Teilnehmerzahl ist auf 5 Personen begrenzt, da die „Homebase“ für die Teilnehmenden ein kleiner Raum innerhalb unseres Lesersaals ist. Die Hinweise sind jedoch über die gesamte Zentralbibliothek verteilt.
Wie wir auf der BiblioCon erfahren haben, hat eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, die das Escape Game bei uns mitgemacht hat, das Spielkonzept bei ihrem Stellenwechsel nach Vechta mitgenommen, wo sie es mit der dortigen Bibliothek zusammen ebenfalls eingeführt hat.