Weiterbildungen für FaMIs

Hallo an alle,

seit kurzem bin ich nun ausgelernter FaMI und habe großen Spaß an meiner Arbeit.

Von einigen, jetzt ehemaligen, Klassenkamerad*innen habe ich mitbekommen, dass viele sich für ein nachträgliches Studium im Bibliothekswesen entschieden haben.

Daher kam mir die Frage, was für Weiter- oder Fortbildungen für FaMIs existieren, die man auch ohne Studium absolvieren kann.

Falls euch welche bekannt sind, würde ich mich sehr über eine kurze Rückmeldung freuen.

Großes Dankeschön schon mal im Voraus an alle, die sich für mich Zeit nehmen :saluting_face:

LG

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Hey, herzlich willkommen! Nur kurz: Nach der Ausbildung damals hatte ich das auch so angedacht, aber im Nachhinein wäre ein darauffolgendes Studium gegebenenfalls doch besser gewesen. Was spricht gegen das Studium?

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In Hessen gibt es die Fortbildung zur/m Fachwirt/in für Informationsdienste:
Vorbereitungslehrgang auf die Fortbildungsprüfung Fachwirt-/in für Informationsdienste - Verwaltungsakademie Hessen

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Danke für die Antwort!
Tatsächlich liegt es daran, dass ich mir unsicher bin, ob studieren etwas ist, was mir „Freude“ (wenn man davon überhaupt sprechen kann) bereiten würde.
Von Freund*innen, die studieren oder studiert haben, habe ich ab und zu Eindrücke erhalten und musste feststellen, dass es doch sehr theorielastig ist. Da ich eher ein praxisbezogener Mensch bin, habe ich dementsprechend Zweifel, ob Studium und Ich uns anfreunden könnten.
Wenn ich fragen darf: hast Du dich im Nachhinein doch an das Studium gewagt? Wenn ja, was war deine Erfahrung?
LG.

Klasse! Das war mir gar nicht bewusst.
Vielen Dank!

In welchem Bundesland arbeitest du denn? Je nach Bundesland gibt es außerdem unterschiedliche Angebote.
Und: Wo willst du hin? Ein Studium lohnt sich, wenn du aufsteigen möchtest und dir die Tätigkeiten ‚nicht ausreichen‘. Ich war nach Abschluss der FaMI-Ausbildung erstmal froh, im Beruf zu arbeiten und mich erst nach 4-5 Jahren entschieden, berufsbegleitend zu studieren. (Bin biased aber das berufsbegleitende Studium an der HS Hannover ist eher praxisbezogen)

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Ich bin auch absolut kein Theoriemensch und wollte eigentlich trotzdem direkt studieren. Hab dann aber keinen Studienplatz bekommen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich erst die Ausbildung gemacht habe, denn im Studium werden dir oft einige klassische Sachen wie Katalogisierung nicht vermittelt, die man aber in der Ausbildung lernt und in meinem Fall sogar täglich anwendet. Ich habe mein Studium dann aufgenommen, weil ich einfach keine guten FaMI Stellen entdeckt habe. In Berlin Brandenburg gab es damals (20 Jahre her) nur viele Angebote im Magazin oder Ähnliches. Während meines Studiums hab ich dann auch als studentische Hilfskraft in der Bibliothek gearbeitet. Und ich musste für mein Studium nicht sooo viel lernen, weil Vieles Wiederholung war (außer Kryptografie und das Ganze). Ich habe letztes Jahr noch mal einen neuen Job gesucht, weil ich wieder zurück in die Heimat wollte und hatte überhaupt kein Problem eine neue Stelle zu finden. Der Fachwirt kam irgendwann mal auf, aber ich kenne tatsächlich niemanden, der ihn gemacht hat und anschließend auch besser bezahlt wurde.

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Aktuell bin ich in Baden-Württemberg. Da ich aber schon vor 3 Jahren für die Ausbildung hier her gezogen bin, habe ich auch nichts gegen einen erneuten Umzug.
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit meinen Aufgaben, ein Wunsch nach „mehr“ ist aber durchaus vorhanden, nur ist auch die Unsicherheit gegenüber dem Studium stark präsent.
Ich notiere mir aber mal die HS Hannover und beschäftige mich ein wenig mit ihr.
Vielen Dank!

Vielen Dank für den Beitrag.
Tatsächlich ist auch der, aktuell eher mangelhaft aussehende, Jobmarkt für FaMI-Stellen ein großer Beweggrund, weshalb ich hier nach Rat gefragt habe.
Auch hier nehme ich die Erfahrungen mal für mich mit und überlege mir genauer, wo ich beruflich hin möchte.
Dankeschön!

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Hier gibts so ein paar allgemeine Infos, falls du die Seite noch nicht kennst:

Alternativ gibts an der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid einige zertifizierte Weiterbildungen z. B. in Literaturpädagogik oder Medienpädagogik.

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Hallo Druckerprofi, eine Ausbildereignung ist immer eine gute Idee und kann nützlich sein. Viel Erfolg!

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Vielen Dank, das hilft mir wirklich sehr weiter!

Herzlichen Dank, Philipp!

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Hallo Druckerprofi, nach meiner Ausbildung (ist bereits 20 Jahre her) hatte ich die Möglichkeit über ein Stipendium für ein paar Monate nach England zu gehen und dort in Bibliotheken zu arbeiten (und Englisch-Unterricht zu bekommen). Danach wurde ich überall mit Kusshand zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, weil auch eine Zeit im Ausland zeigt, dass du Flexibilität an den Tag legst.

Über’s Studium habe ich persönlich nie nachgedacht. Nachdem ich von 3 Jahren den AdA-Schein gemacht habe, bin ich in meiner Bibliothek nun Ausbilderin, habe da aber auch gesehen: je länger du aus dem Lernen raus bist, desto schwerer wird’s. Also warte besser nicht zu lange, falls du dich doch noch für eine Weiterbildung - in welcher Form auch immer - entscheiden solltest.

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Hallo @Druckerprofi.

Ich muss auch nochmal eine Lanze für die HS Hannover brechen. Ich wollte nie studieren, weil ich ähnlich wie du lieber praxisbezogen lerne.

Das berufsbegleitende Studium allerdings ist sehr praxisbezogen und da man ja sowieso gleichzeitig arbeitet kannst du Themen aus den Vorlesungen gleich ins Arbeitsleben übertragen, oder während der Vorlesung aus der Praxis schöpfen. Das Studium ist gut organisiert und die Dozent*innen sind sehr interessant an den praktischen Erfahrungen jedes Studierenden.

Mittlerweile „ägere“ ich mich ein bisschen, nicht schon früher mit dem Studium begonnen zu haben. Denn mir persönlich macht es eine Menge Spaß, auch wenn es zeitlich oft kein Zuckerschlecken ist. Und ich habe in meinem Jahrgang auch die ein oder andere Person aus Ba-Wü, die Pendelzeiten sind halt nicht ohne.

Egal, wofür du dich letztendlich entscheidest. Jede Art von Weiterbildung wird dich weiter bringen und dir Horizonte und Möglichkeiten eröffnen, die es als „nur“ FaMI wahrscheinlich nicht gäbe. Vor allem, wenn du grundsätzlich „mehr“ willst.

Viele Grüße

Anika

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Guten Morgen,

hier gibt es verschiedene Rückmeldungen und Empfehlungen - der Fokus liegt bislang v.a. bei Inhalten und Dozent*innen.

Meines Erachtens mindestens so wichtig ist das Kennenlernen neuer Leute, Kolleg*innen aus der Praxis ganz unterschiedlier Einrichtungen (kleine ÖB, UB, Spezialeinrichtungen, etc.), letztlich das Knüpfen eines Netzwerks, das auch das Studium überdauert.

[Ich selbst bin kein FaMI, habe vor einigen Jahren den MALIS-Kurs der TH Köln absolviert und so vom Dipl.-Bibl. (FH) zum Master geworden. Viele der Inhalte sind heute schon vergessen und/oder überholt - manche Kontakte halten bis heute.]

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Hallo,

je nachdem, wo deine Interessen liegen, kannst du auch eine Weiterbildung in Richtung Medienpädagogik machen. :blush:

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Diese Fortbildung in Hessen (Fachwirt/in) ist für FAMIs aller Bundesländer gedacht, da es sich um ein berufsbegleitendes digitales Angebot handelt mit wenigen Präsenzterminen in Frankfurt.

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Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen, Anika!

Sehr guter Punkt, den ich nun auch in meine nächste Brainstorming-Session miteinbeziehen werde. Danke!