Gibt es Beispiele, Erfahrungen oder Tipps zur Aufnahme von RFID-Verbuchung in die Gefährdungsbeurteilung?
Mir würde jetzt keine mögliche Gefährdung dadurch einfallen…
Wir hatten mal eine Leserin die sich geweigert hat, die Selbstverbucher zu benutzen denn „das strahlt ja“. Nun denn…
WLAN, Bluetooth… jedes Smartphone strahlt um ein vielfaches mehr. Und durch die geltenden Richtlinien, die bei diesen Geräten und Standards eingehalten werden müssen, sehe ich da keine Gefährdung, die erfasst werden könnte.
Jetzt würde mich doch mal im Detail interessieren, was unter einer Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf eine RFID-Verbuchung zu verstehen ist?
Wir hatten in Mannheim bei Einführung von RFID 2009 eine DV mit dem Personalrat geschlossen, in der vereinbart ist, dass die MA alle zwei Jahre schriftlich gegen Unterschrift auf die Beachtung von möglichen Risiken und Vorsichtsmaßnahmen hingewiesen werden.
Die Idee war nun, das Thema in die GefBu und damit die jährliche Unterweisung aufzunehmen, um diesen Papierkram zu beenden.
Welche Risiken werden denn genannt, die man im Zusammenhang mit RFID beachten muss?
Das interessiert mich auch brennend. „Strahlen“ tut es ja nun nicht.
In der damaligen Untersuchung war die Feldstärke von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in Arbeitsbereichen das Thema. Wichtig war, dass die pads nicht dauerstrahlen, sondern nur im Buchungsfall. Die MA sollen sensibilisiert werden, sich also nicht unbedingt auf die pads legen…
Außerdem sollte man sich nicht dauerhaft zwischen Gates aufhalten.
Aber da die Untersuchung und Vereinbarung eben schon 17 Jahre alt ist, wollte ich eben gerne wissen, ob das in anderen Bibliotheken überhaupt Thema ist. Und das scheint ja nicht der Fall zu sein.
Vielen Dank!
Es ist die pure Neugier die mich fragen läßt: was passiert, wenn ich mich auf’s PAD lege oder meine Mittagspause zwischen den Gates verbringe? ![]()
Ich würde sagen es gibt lustige Fotos auf social media. (scnr)
Es scheint ein Problem mit Herzschrittmachern geben zu können. Zumindest hat mir eine Nutzerin das erzählt. Und das hier habe ich auf die Schnelle gefunden: Ist RFID eine Gefahr für den Herzschrittmacher?
…dann wundert mich beim Durchschnittsalter der Bibliotheks-Besuchenden, dass wir noch nicht massenweise Leute raustragen müssen. Da sind garantiert genug Herzschrittmacher-Tragende dabei, und bisher wurde noch niemand in den Gates oder an den Automaten umgenietet.
Ich glaub, die Befürchtungen kann man (zumindest was die bibliothekarische RFID-Nutzung anbelangt) ins Reich der Mythen verbannen. Das würde ja sonst auch sämtliche Geschäfte mit Diebstahlsicherung betreffen.
Eben. Und der Artikel ist von einer Website, die relativ viel im Dunkeln lässt, vor allem auch, woher sie die Informationen hat. Kaum Fußnoten, Querverweise, Links.
Im Impressum findet man dann auch eine Webdesign-Klitsche eines Tommy Weber aus Hameln. Der wiederum mehrere andere Websites zu solchen Nischenthemen hat. Darunter auch eine die über RFID nur übliches Faktenwissen ohne Kritik berichtet.
Das Problem ist: Da solche Webdesign-Firmen kaum mehr was zu tun haben, müssen sie irgendwie anders Arbeit beschaffen. Manche machen das halt auf eine unschöne Art & Weise.
Das geschieht dann durch Nischenseiten-Netzwerke, wo man für Themen, bei denen man glaubt, das sich irgendwer dafür interessieren könnte oder Sorgen, Ängste, Nöte bedient, mal kurz KI generiert was hinklatscht, weil man dann so praktischerweise bei einem nichtexistenten Problem ganz oben auf den Suchergebnissen landet.
Dadurch bekommt man dann viele Seitenaufrufe, und kann dort Werbung einblenden - die natürlich praktischerweise ganz auf die verunsicherten Besucher zugeschnitten ist:
- „An dir muss nur jemand vorbei laufen und dann ist all dein Geld von der Kreditkarte verschwunden“ = Affiliatelink für RFID-Geldbörsen einblenden
- „Strahlen von RFID Gates machen dumm“ = Link zu Aluhüten von passendem Onlineshop
- „RFID-Tags in Büchern deiner öffentlichen Bibliothek machen impotent“ = Sonderangebot Lesekissen mit Hildegard-Orgon-Akkumulator mit kostenpflichtigen Abo zur monatlichen Fernaufladung per Telefon
Was ich damit sagen will: Medien- und Informationskompetenz sollte aktuell, gerade auch durch die zusätzliche Schwemme an AI Slop ganz oben auf der Agenda jeder öffentlichen Bibliothek stehen.
Und auch zum Thema Psychologie..„Aber das mit den Gates stimmt. Ich bekomme immer Herzrasen, wenn ich da durch gehen muss - das kann doch kein Zufall sein!!!“
Sorry, das ich den Beitrag dafür genutzt habe, dafür nochmal zu sensibilisieren. Aber mir ist das persönlich so wichtig, und das nicht erst seit … ihr wisst schon.