[Onleihe 3.0] Erfahrungen, Probleme und Sichtweisen Anderer

Also sorry aber das ist für mich echt sinnloses jammern.

Wenn Menschen workarounds finden möchten um Betriebssysteme nicht so zu nutzen wie sie vorgesehen sind (was ich durchaus verstehen kann), dann ist es nicht Schuld der Bibliothek oder divibib wenn diese Workarounds nicht für die App welche genau für dieses Betriebssystem und dessen Playstore gemacht wurde nicht funktionieren.

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Das darf es für dich sein. Den Digital Independence Day sehe ich persönlich auch für übertrieben an. Jeder wie er mag.

Wo aber öffentliche Gelder im Spiel sind, halte ich es jedoch für wichtig, kritische Blicke auf die Thematiken zu legen. Und klar haben Bibliotheken bei Vertragsverhandlungen, Implementierungen etc. pp. Einflüsse drauf. Aber die Verantwortung kann natürlich auch gleich pauschal abgestritten werden.

Ich habe in meinem durch @FaMIBiblio zitierten Post oben lediglich benannt, was mit der Onleihe App aktuell geht und was nicht. Das in der App ausgeliehene Medien schwer oder gar nicht offline nutzbar sind, was mein Post herausheben will, hat übrigens nichts mit der Google-Abhängigkeit zu tun, das trifft alle.

Android ist von Grund aus immer noch frei und Open Source, die Variante von Google ist die dominante, aber immer schon kontroverse Auslieferung dieses Betriebssystems, entsprechend haben andere Varianten davon auch eine Existenzberechtigung (siehe u.a. Stichwort „Android Open Source Project“ bei Android (operating system) - Wikipedia)

Es wurde schon erwähnt, dass Bibliotheken eine Verantwortung haben. Aus meiner Sicht wäre dies, die digitale Selbstbestimmung ihrer Nutzenden im Sinne einer inklusiven Haltung zu berücksichtigen und zu empowern. Ob sie das tun, sei ihnen überlassen. Ich möchte dabei aber darauf hinweisen, dass sich die Onleihe zuletzt selbst zu digitaler Unabhängigkeit und europäischer Souveränität bekannt hat:

Wenn sich die Online bzw. die ekz da selbst ernst nehmen will, wäre es nur konsequent, auf solche Maßnahmen, wie sie durch Dennis Allerkamp initial kritisiert wurden, zu verzichten.

Appentwickelnde wie hier divibib haben auch durchaus eine Wahl, ob und wie restriktiv sie eine Google Play Integration bei ihrer App implementieren. Sofern sich dazu entschieden wird, gibt es zudem verschiedene Stufen dieses Google Integritätchecks (siehe Play Integrity API - Wikipedia). Darüber, welche Gründe welche Stufe rechtfertigen, lässt sich streiten. Banking-Apps etwa sind meist die restriktivsten, mit einer solchen Google Play Services Abhängigkeit, wie sie die Onleihe App momentan eben auch hat. Dass Enwtwickelnde das anders gestalten können, zeigt ja die oben von @MuehlBuch zitierte Ankündigung durch divibib, diese Restriktion bald entfernen zu wollen. Momentan (v3.15.0 vom 27.05.2026) ist das aber eben noch nicht der Fall.

Ich wäre jedenfalls in Zukunft dankbar, meine Ausführungen nicht als „sinnloses Gejammer“ zu bezeichnen, ich zumindest halte das für respektlos und möchte an dieser Stelle auch mal an die Community-Richtlinien hier erinnern.

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Hm, ich hatte bisher zumindest ein wenig Verständnis für den Standpunkt der Divibib, die App offiziell ausschließlich über die Stores anzubieten, um die vielfältigen Custom Roms nicht auch offiziell supporten zu müssen, aber diese Erklärung ändert das doch ein bisschen.

Warum rückschrittlich?

Wieso nicht rückschrittlich?

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In den AGBs auf jeden Fall rückschrittlich.

Der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass an anderer Stelle gegendert wird:

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Auf der BiblioCon war auch die Aussage, dass das eigentlich gegendert sein soll. Aktuell ist es ein wilder Mix.

Disclaimer: ich persönlich bin total für’s gendern - einige Nutzer:innen der Onleihe sind da eindeutig anderer Meinung. „1) Google Play Pflicht 2) Gender Pflicht 3) Performance der Onleihe3 App - aaaarrrggh“ - zumindest hier scheint das Theme ein signifikantes Problem darzustellen.

Ich erkenne in dem Thread nicht, dass das Gendern ein signifikantes Problem darstellt. Es wird lediglich nicht gewollt (Zitat: „Gender-Ideologie“). Die wirklichen Probleme, die benannt werden, sind die Google-Abhängigkeit und die Performance. Sehr verständlich.

Ein später Tipp für die Problematik mit Vorbestelltungen in mehreren Konten: Man kann einen Kontonamen vergeben. Die Begrüßung in der Mail wird dann vielleicht etwas merkwürdig, aber man weiß auf jeden Fall, wo die Vorbestellung ist.

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Und diese Probleme sind ja auch völlig korrekt, aber das Gendern auf das gleiche Level zu stellen finde ich absolut absurd.

Oha, wer hat das getan?

Der Poster des Forumbeitrags?

Folgende Themen treiben mich aktuell auf die Palme:

  1. Google Play Pflicht

  2. Gender Pflicht

  3. Performance der Onleihe3 App

Punkt 1) und 3) sind völlig verständlich und ich stimme gerade bei 1) total zu, aber

zu 2) Warum, oh warum muss die Website und die App gendern? Wenn in jeder Umfrage die Mehrheit der Deutschen dagegen ist (die der Ausländer sowieso), die Gesellschaft für Deutsche Sprache ebenfalls und es mittlerweile sogar Gesetze zu dem Thema gibt? Kann die AgiProp nicht vermieden werden, und es sachlich bleiben? Oder - als Kompromiss - die Ansprache einstellbar sein?<X

finde ich als gleichwertiges Problem in so einem Forumpost einfach übertrieben.

Ah, für mich liest es sich wie eine simple Aufzählung was nervt und ich habe eingeschätzt, dass Gendern da nicht wirklich als Problem dargestellt, sondern schlicht nicht gewollt wird. Wir meinen also genau das gleiche und ich bin jetzt verwirrt, warum du auf mich geantwortet hast :grinning_face_with_smiling_eyes:

Haha, ja! Ich fand’s einfach total wild, das so zwischen zwei tatsächlichen, auch sehr einschränkenden Problemen so darzustellen :sweat_smile:

Hallo zusammen,

ich fände es gut, wenn dieser Thread sich nicht zerfasert.

Ich fände es gut, wenn dieser Thread die technischen Probleme und Kundenprobleme bespricht. Während sehr gerne eine weiterer Thread zu inklusiver und gendergerechter Sprache eröffnet werden darf.

Grüße

Heiko

Hallo Heiko,

da es auch bei der geschlechtergerechten Sprache speziell um die Probleme der Nutzenden der Onleihe bzw. auch der fehlenden geschlechtgergerechten Sprache an einigen Stellen der Onleihe geht, und nicht allgemein um die Nutzung ebd. Sprache, sehe ich keine Notwendigkeit, einen allgemeinen Thread dafür zu eröffnen.

Es handelt sich jedeglich um den Hinweis, dass sich einige Nutzende von der geschlechtergerechten Sprache, die mit der Onleihe 3.0 gegeführt wurde, gestört fühlen.

Um den Thread nicht weiter zu zerfasern werde ich mich mit meiner eigenen Meinung zum Thema nach hinten stellen.

Mit freundlichen Grüßen