ich versuche gerade das Library Reference Model genauer zu verstehen und habe mich gefragt, wie die WEMI-Entitäten-Struktur sich auf Zusammenstellungen und Mehrteilige Monografien anwenden lässt. Ich habe mal einen Versuch gewagt, das graphisch darzustellen und würde mich über Feedback freuen, ob die Darstellung richtig ist oder ich auf dem Holzweg bin.
Hallo ACoordes, das Bild für mehrteilige Monografie stimmt. Bei der Zusammenstellung stimmt es nicht. Du hast Werk 1, Werk 2 und Werk 3, alle drei haben erst einmal eigene Expressionen und werden dann in einer Manifestation zusammen veröffentlicht, wovon man dann wieder ein Exemplar kaufen kann.
Danke für deine Antwort! Mich wundert dabei nur, dass Herausgeber ja Akteure sind, die als Mitwirkende in Beziehung zur Expression stehen, deswegen dachte ich, dass eine Zusammenstellung eine eigene Expression ist.
Was ich auch verwirrend finde, ist, dass um die Beziehung zwischen der Zusammenstellung und ihren logischen Teilen darzustellen, das Element „Mit Manifestation in Beziehung stehende Manifestation“ verwendet wird. Nach meinem Schaubild müsste es ja eine „Mit einem Werk in Beziehung stehende Manifestation“ / „Mit einer Manifestation in Beziehung stehendes Werk“ sein oder nach KaGaes Korrektur „Mit einer Expression in Beziehung stehende Manifestation“ / „Mit einer Manifestation in Beziehung stehende Expression“.
Ich wurde auf diese Regelwerkstelle aufmerksam gemacht:
Mehrere in der Manifestation verkörperte Werke in der zusammengesetzten Beschreibung
Wenn in einer Manifestation mehrere Werke verkörpert sind, wird die Zusammenstellung selbst als eigenes Werk gesehen, wenn sie einen eigenen, übergeordneten Titel aufweist oder ein Formaltitel für die Zusammenstellung bestimmt wird. Das Werk der Zusammenstellung gilt in diesen Fällen als das hauptsächliche Werk gegenüber den darin enthaltenen Werken. In der zusammengesetzten Beschreibung wird die Zusammenstellung selbst als das in der Manifestation verkörperte Werk angegeben. Zu den enthaltenen Werken kann fakultativ eine Beziehung erfasst werden durch Erfassen eines Identifikators, eines normierten Sucheinstiegs, einer strukturierten oder einer unstrukturierten Beschreibung des enthaltenen Werks
Aber müssten Herausgebende dann nicht Geistige Schöpfer anstatt Mitwirkende sein, wenn sie in dieser Funktion ein eigenes Werk schaffen können?
Und ist es dann so, dass für die Darstellung der Beziehung einer Zusammenstellung zu den in ihr enthaltenen Werken bei einer umfassenden Beschreibung das Element „Mit Manifestation in Beziehung stehende Manifestation“ verwendet wird und bei einer zusammengesetzten Beschreibung das Element „Mit Werk in Beziehung stehendes Werk“?