Weiß jemand, ob oder wo man als Großstadtbibliothek Fördermittel für einen Bibliothek der Dinge-Bestandsaufbau beantragen kann? Vielleicht gibt es ein Förderprogramm dass aktuell läuft oder etwas in die Richtung?
Hallo,
in Rheinland-Pfalz ist dieses Segment in der Standard-Landesförderung enthalten: https://lbz.rlp.de/fileadmin/lbz/Labue/Landesfoerderung/Finale_Fassung_AEnderungen_Pilotprojekt_LBZ_Foerderrichtlinie.pdf (unter 8.5.6)
Wenn es um ein anderes Bundesland geht, dort mal die zuständige Fachstelle ansprechen.
Viele Grüße!
Ich habe gerade einmal geprüft, welche Fördermöglichkeiten zur Einrichtung einer „Bibliothek der Dinge“ für Bibliotheken in größeren Städten aktuell im Bundesgebiet bestehen (bitte gern ergänzen, falls mir bei meiner Recherche etwas entgangen ist):
In Rheinland-Pfalz wurde die „Bibliothek der Dinge“ 2026 im Rahmen eines Pilotprojekts zur Landesförderung ausdrücklich als Fördergegenstand benannt. Die Antragsfrist für diese Förderrunde endete am 1. April 2026; ggf. wird das Pilotangebot 2027 fortgeführt bzw. in die reguläre Förderung übernommen wird.
Link: https://lbz.rlp.de/fileadmin/lbz/Labue/Landesfoerderung/Finale_Fassung_AEnderungen_Pilotprojekt_LBZ_Foerderrichtlinie.pdf
In NRW könnte eine „Bibliotheke der Dinge“ mittels regulärer Projektförderung für Öffentliche Bibliotheken vesucht werden. Gefördert werden innovative Projekte zur Modernisierung; bei Städten mit mehr als 100.000 Einwohner*innen sind mindestens 35 wöchentliche Servicestunden Voraussetzung. Der Fördersatz kann regelmäßig bis zu 80 Prozent betragen, Antragsfrist ist jeweils der 31. Oktober des Vorjahres. Wichtig entspreched der Förderrichtlinie ist dabei, das Vorhaben als konzeptionelles Entwicklungsprojekt zu denken. Link: Bibliotheksförderung | Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen
Darüber hinaus könnten Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft ggf. örtliche Stiftungen (bspw. eine Sparkassenstiftung, wenn vorhanden) ansprechen, ihren (so es einen gibt) Förderverein in die Einwerbung von (Spenden-)Mitteln einbinden. Für ein größeres, modellhaftes und auf andere Bibliotheken übertragbares Umweltbildungsprojekt kann außerdem eine Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (BDU) geprüft werden.
Link: Projektförderung - DBU
Alternativ zu den genannten Optionen kann auch geschaut werden, ob für den Aufbau einer „Bibliothek der Dinge“ kommunale Haushaltsmittel, Mittel aus städtischen Klima-, Nachhaltigkeits- oder Kreislaufwirtschaftsstrategien oder - vor allem in den Stadtstaaten - landes- beziehungsweise bezirksspezifische Sonderfonds zur Verfügung stehen. Konkrete Fördermöglichkeiten hängen dabei von den jeweiligen politischen Schwerpunktsetzungen ebenso wie Haushaltsentscheidungen vor Ort ab.
Liebe Grüße
Carina Böttcher
Referentin für EU- und Drittmittel
Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb)
Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Vielleicht gibt es ja bereits Erfahrungen in ÖBs bei der Einrichtung einer „Bibliothek der Dinge“ über private Fördermittel (private Stiftungen, Unternehmen, Einzelpersonen meist über Crowdfunding)? Gern bitte die Erfahrungen teilen, ggf. ist das ja eine Alternative zu den aktuell nicht so üppigen Förderprogrammen?
Danke.