Erfahrungen beim Umstieg auf Selbstverbucher

Hallo liebes Forum,

wir würden bei uns gerne ein Selbstverbuchungsterminal einführen und die dafür notwendige RFID Technologie natürlich gleich mit. Da wir recht klein sind, genügt uns tatsächlich auch eine “kleine” Lösung. Welche Erfahrungen habt ihr mit welchen Anbietern gemacht? Welche Geräte könnt ihr empfehlen? Wie sieht es mit der Kompatibilität von Hardware und Bibliothekssystem aus (Wir verwenden BibliothecaPlus von OCLC)?

Vielen Dank schonmal im Voraus für Eure Erfahrungsberichte!

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Wir haben in Dortmund unsere eigene RFID-Lösung gebaut und geben die gerne kostenfrei an andere Bibliotheken weiter. Die Kompatibilität zu beliebigen LMS kann hergestellt werden und wenn notwendig kann die Lösung auch durch eine Firma eingeführt werden (falls keine eigene IT-Kapazität vorhanden). Bei Interesse hier schauen und uns gerne anmailen für einen Vorführtermin oder eine VK für Details.

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Ich bin kein IT-Fachmann und habe mich nur eingearbeitet, bitte daher einige Einschätzungen entsprechend einordnen. Erfahrungen habe ich mit BibliothecaPlus und den Selbstverbuchern von Bibliotheca (der Firma). Schön wären daher Ergänzungen von Experten hier.

Die Kompatibilität sollte kein Problem sein. Selbstverbucher kommunizieren i.d.R. über die SIP2-Schnittstelle mit dem LMS, das können m.W. alle. Eine kleine Bibliothek braucht aller Wahrscheinlichkeit nach keine Sonderlösung. Gerüchteweise nutzt BibliothecaPlus(Next?) eine eigene angepasste Schnittstelle, was das genau heisst und wie sich das auswirkt, weiß ich nicht. Wenn ich mit BibliohecaPlus und den Selbstverbuchern zu tun hatte, war immer nur von SIP2 die Rede.

Bei Bibliotheca (der Firma) sind die deutschen Supportmitarbeiter zwar sehr nett und hilfreich, aber es ist mühsam, mit Ihnen in Kontakt zu kommen, da Anfragen erst einmal bei einer zentralisierten Stelle auflaufen. Es lohnt sich, bei den Anbietern ganz genau hinzusehen und nachzubohren, wie der Support funktioniert. Generell ist es so, dass bei Problemen OCLC nur ungern mit dem Support der anderen Seite direkt spricht, es soll immer über die Bibmitarbeiterinnen laufen (so wurde es mir gesagt).

Problematisch ist nach meiner Erfahrung weniger die Kompatibilität als einerseits die Erwartungen an den SVB, andererseits die Möglichkeiten die dieser generell bietet, und die Aufklärung über diese Möglichkeiten, um entscheiden zu können, welche Funktionen man wie einsetzt. Die Basisfunktionen Ausleihen und Zurückgeben werden funktionieren, der Teufel steckt im Detail, als Beispiel: Welche Fehlermeldungen gibt der SVB wann aus (Ausweis abgelaufen, Medium nicht ausleihbar etc.)? Kann ich die selbst texten? Wie mache ich das? Hier lohnt es, auf eine intensive Einführung zu bestehen.

Mit der Bedienung an sich haben in der Regel nur ältere Senioren Schwierigkeiten. Problematisch ist häufig der Umgang der Leserinnen und Leser mit Anzeigen und Fehlermeldungen: es kommt recht häufig vor, dass diese nicht wahrgenommen oder ignoriert werden. Dadurch kann es passieren, dass bspw. häufiger mal Medien auf dem Konto verbleiben, obwohl sie in der Bücherei sind. Viel kann damit abgefangen werden, dass die Selbstverbuchung als Option und nicht Verpflichtung angeboten wird.

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In Merseburg haben wir schon seit einiger Zeit die Selbstverbucher von Bibliotheca. Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden und die Nutzer finden die Terminals super, vor allem die Kinder. Unser Bibliotheksmanagementsystem ist KOHA über lmscloud. Das läuft reibungslos zusammen.

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