wir planen gerade eine Veranstaltung zum Thema Künstliche Intelligenz für Jugendliche (14-16 Jahre) und freuen uns im Vorfeld über Erfahrungswerte von anderen Bibliotheken.
Was hat bei Ihnen gut funktioniert? Welches Format haben Sie gewählt? Gibt es Bibliotheken, die Spiele in ihr Format eingebaut haben?
Über Rückmeldungen und Tipps würden wir uns freuen
Bin an einer Schulbibliothek und habe bisher 90 Minuten Workshops zum Thema Suchmaschinen angeboten. Jetzt erkläre ich, wie die Suchmaschine funktionier und wie ein Sprachmodell seine Antworten findet. Der Versuch, ob die jeweilige KI den Namen des aktuellen Papstes kennt, ist immer sehr erhellend. Ich verwende gerne die Anleitung für einen guten Prompt von RenateGPT (Kanal auf Insta).
Da es in Schulen oft um Datenschutz und Nachhaltigkeit geht, nutzen wir als Suchmaschine und AI Ecosio. Für ein Spiel reicht meistens die Zeit nicht.
Wie lange soll die Veranstaltung denn gehen?
Als Einstieg gebe ich immer eine kurze Online Umfrage, welche KI sie denn kennen und wofür und wie oft diese genutzt werden.
Meine Jugendlichen sind älter und in der Berufsausbildung. Mit denen generieren wir einen kleinen Fachtext mit Hilfe dreier unterschiedlicher Sprachgeneratoren. Dann checken drei Gruppen jeweils einen der Texte auf fachliche Exaktheit und stellen sich das Ergebnis gegenseitig vor. Dabei geht es auch darum, wie ein guter Prompt formuliert wird und was ich dazu eigentlich alles schon wissen muss.
Etwas späte Antwort, aber vielleicht trotzdem hilfreich: Wenn ich mit Kids arbeite, haben die meistens eh schon ziemlich genau auf dem Schirm, was Chatbots können und was nicht. Die eigentliche Herausforderung sind eher die Lehrkräfte, die wollen, dass ich den Kindern Dinge erkläre, die sie längst wissen.
Was bei mir richtig gut funktioniert, sind praxisnahe Beispiele aus dem Alltag. Ein großer Erfolg war z. B. ein Workshop, bei dem die Teilnehmenden mit einem Bildgenerator ein Avatarbild fürs eigene Steam-Konto erstellt haben. Darüber konnten wir super ins Gespräch kommen über Prompting, Urheberrechtssperren und sogar „Opportunitätskosten“.
Ein zweites schönes Beispiel war ein Mini-Podcastprojekt mit einer Hortgruppe. Wir haben gemeinsam mit Hilfe einer KI zuerst herausgefunden, was wir mit unseren vorhandenen Mitteln (Tablet und Handy) überhaupt machen können, welche zusätzlichen Tools wir brauchen (z. B. Audacity oder GarageBand) und wie wir diese Programme sinnvoll einsetzen. Die Kids hatten viel Spaß – und die Betreuerin hat dabei gleich mitgelernt.