Drucken/Kopieren/Scannen in Bibliotheken

Liebe Community,

da die Frage in der Vergangenheit via Mailingliste „ForumOeb“ wiederkehrend aufgekommen ist, wie das Angebot von anderen gehandhabt wird, bin ich aus // privatem Interesse // daran interessiert, zu erfahren, ob es (unabhängig von äußeren Umständen, Vorgaben etc. pp.) noch Bibliotheken gibt, welche Drucken/Kopieren/Scannen „ohne Hürden“, niederschwellig für ihre Nutzenden, „Kunden“ anbieten.

Kennen Sie Bibliotheken, welche das Drucken, Kopieren, Scannen kostenfrei, ohne vorherige Registrierung, Datenaufnahme etc. pp. anbieten?

Es wäre sicher auch unterstützend, die bisherigen Antworten via ForumOeb gesammelt zu präsentieren. Hierfür fehlen mir jedoch derzeit die Kapazitäten.

Viele Grüße

David Wehrle

An der SLUB Dresden stehen sowohl Scanzelte als auch BookEye-Scanner bereit, die von jedem/jeder kostenfrei genutzt werden können. Eine Registrierung ist nicht nötig. Kopieren/Drucken gibt es bei uns nicht mehr. Mehr Infos: https://www.slub-dresden.de/besuchen/scannen-und-digitalisieren

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Das gleiche (mit teils anderer Scannerhardware) in der TU Dortmund.

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Auch in unserer eher kleinen Hochschulbibliothek (ca. 3.000 Studierende) gibt es einen Scanner, der ohne Registrierung von allen Bibliotheksbesuchern (HS-Angehörige wie Externe) genutzt werden kann. Kopiermöglichkeiten besteht nur für HS-Mitarbeitende, Drucken ist für Studierende nach Aufladen eines Druckkontingents möglich.

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An der UB der Freien Universität Berlin haben wir uns (u.a. nach einem Erfahrungsaustausch mit der SLUB) auch vor ca. 2 Jahren dafür entschieden, in Zukunft auf Scanner zu setzen und nur noch als Übergang ein minimales Druckangebot zur Verfügung zu stellen (Scannen & Drucken • Universitätsbibliothek • Freie Universität Berlin). Das Scannen ist komplett kostenlos, die Hardware gehört uns und wird extern gewartet und Nutzende können selbstständig zum Gerät gehen und es ohne Anmeldung oder Gebühren einfach nutzen. Natürlich bestätigt man bei der Nutzung am Anfang die Einhaltung des Urheberrechts. Scanzelte haben wir ebenfalls an 5 unserer Standorte.

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Für die zahlreichen Rückmeldungen bedanke ich mich. Anbei zusammenfassend:

SLUB Dresden

nur scannen: kostenfrei (ohne Registrierung)

TU Dortmund

nur scannen: kostenfrei (ohne Registrierung)

FU Berlin

scannen: kostenfrei
drucken: kostenpflichtig (Bibliotheksausweis notwendig)

Die Übersichtsseite im Hinblick auf das Scan- und noch vorhandene Druckangebot der FU Berlin ist übrigens klasse!

Scanservice:

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UB Bielefeld
scannen: kostenfrei für jeden
drucken: kostenfrei für Studierende

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EvH Bochum Hochschulbibliothek:

Scannen: für jeden kostenfrei möglich

Drucken & Kopieren: 5ct pro Seite leider nur für Studierende möglich, wir arbeiten an einer Lösung für Externe.

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Danke für die vielen Rückmeldungen. Wenn sich jetzt noch ein paar mehr finden, lohnt sich bald gar eine eigene Liste! Nur nicht mehr dieses Jahr. Spannend werden die Beobachtungen in den kommenden Jahren sein, wie der simple Service für Nutzende („Kunden“) weiter in Gänze abgebaut (was ich für falsch halte) und/oder die Hürden verkompliziert werden.

Spannend, hier werden ‘Berliner Bibliotheken’ in Zusammenhang mit Plottern genannt.

Passend zur Thematik eine Petition. Zwar in meinem Interesse, aber nicht von mir initiiert. Spannend allemal.

[Petition, Universität Trier] »Drucker erhalten - Keine Sparmaßnahmen auf unsere Kosten!«

Spannender Zufall im Hinblick auf die Thematik: Die Stadtbibliothek Stuttgart schafft im Zuge von Sparmaßnahmen die Drucker/Kopierer vollständig ab.

[Stadtbibliothek Stuttgart] Abschaffung Drucker/Kopierer – Potenzielle Einsparungen

In der UB Hagen haben wir zwei Münzkopierer, an denen alle Nutzenden kopieren können, ein Scan-Tent, das ebenfalls allen Nutzenden zur Verfügung steht und einen (schwarzweiß) Zentraldrucker, an dem unsere Recherche-PCs angeschlossen sind. Die ersten 10 Druckseiten pro Tag sind kostenfrei, danach 5ct pro Seite. Das klappt recht gut, unser Drucker taugt aber auch nicht wirklich zum Ausdrucken ganzer Hausarbeiten o.ä. Ist dennoch hilfreich für Externe, die mal ein paar Seiten brauchen - einen Artikel, ein Dokument fürs Amt o.ä. USB-Sticks kann man aufgrund der Virengefahr an unseren Geräten nicht mehr nutzen. Scannen können momentan nur wir sowie Mitarbeitende der Hochschule (von unseren Studierenden sind ja i.d.R. nur wenige vor Ort).

Da ich selbst früher über viele Jahre keinen eigenen Drucker hatte und meine Mutter z.B. auch zum kleinen gerade noch so überlebenden Lottoladen im Dorf fahren muss, um mal etwas zu kopieren, kann ich nur schwer verstehen, dass gerade ÖBs diesen Service komplett einstellen. Einschränken angesichts der Kosten und geringerer Nachfrage, ja, aber gar nicht mehr anbieten? Finde ich schwierig, da ja auch Copyshops nicht überall verfügbar sind und es gerade in ÖBs nun auch Menschen gibt, die kein (modernes) Smartphone und zuhause keinen Computer haben, also auch Scannen ihnen nicht wirklich was bringt - ausser extra Wegen, wenn man dann mit einem USB-Stick zum Copyshop laufen muss. Von der Bedienung der Technik mal ganz abgesehen.

Interessant ist natürlich, dass die Kosten in Stuttgart über Jahre stabil waren und dann sprunghaft um fast 10.000€ angestiegen sind - da kann ich verstehen, dass man da mit einem kritischen Auge draufblickt.

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