Vor etwas mehr als zwanzig Jahren wurde die LIBREAS von engagierten Studierenden des Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet, um eine Zeitschrift herauszubringen, deren Inhalte sie selbst interessiert und die sie selbst gerne lesen möchten. Seitdem haben diese Studierenden Berufskarrieren gemacht und weitere Lebensveränderungen durchlaufen, unterdessen sind neue Mitglieder zur Redaktion gestoßen und andere haben sie wieder verlassen, aktuell unter anderem zwei Gründungsherausgeber*innen. Das ist Teil der normalen Entwicklungen solcher Initiativen, die wir gerne aktiv gestalten wollen.
Die Zeitschrift hat sich seit Gründung stets entwickelt – hin zu einem der Publikationsorgane im deutschsprachigen Bibliothekswesen, das kontinuierlich eine große inhaltliche und formale Offenheit anstrebt. Zudem wurde 2011 der gemeinnützige LIBREAS-Verein etabliert, um Menschen aus unserer Community in Verbindung zu bringen.
Wir suchen nun Personen aus dem Bibliothekswesen sowie der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, die sich in Zukunft aktiv in die Arbeit in Redaktion und Vorstand einbringen möchten. Sie werden die Chance haben, die Veränderungsprozesse zusammen mit der Redaktion zu gestalten und die Entwicklung der LIBREAS in Zukunft direkt zu beeinflussen. Sie soll ein Ort bleiben, an dem viele verschiedene Stimmen mit vielen verschiedenen Beitragsformen zu teilweise spezifischen Themen des Bibliothekswesens hörbar werden. Die große Offenheit der Zeitschrift wollen wir beibehalten und suchen Personen, die ihre Zeit beisteuern wollen, um diese Ziele (Offenheit und die Zeitschrift als Angebot an das gesamte Bibliothekswesen) gemeinsam zu verfolgen.
Zur Arbeit in der LIBREAS-Redaktion
Nicht immer ist klar, was zu den Aufgaben einer Redaktion gehört. Da wir Personen suchen, die sich mit uns engagieren wollen, stellen wir hier kurz dar, was dies bei der LIBREAS bedeutet. Grundlegend gilt, dass alle Arbeiten in der Redaktion auf ehrenamtlicher Basis erfolgen. Wir haben einige institutionelle Anschlüsse (z.B. für die Langzeitarchivierung) und professionelle Kontakte, auf die wir zurückgreifen können. Aber die LIBREAS hat (und hatte nie) eine finanzielle Basis, um z.B. die Redaktionsarbeit selbst zu entlohnen. Wir waren von Beginn an eine – auch wenn man es damals nicht so nannte – Diamond Open Access-Zeitschrift und wollen dies auch bleiben.
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Die Arbeit in der Redaktion umfasst den gesamten Fluss von Entscheidungen über die Schwerpunktthemen, Abfassung von Call for Papers und späterer Editorials, Einwerben und Begutachten von Beiträgen, Organisation von Kommunikationsprozessen, Beratungen mit Autor*innen, Korrektur von Beiträgen, Setzen und Publizieren der Ausgaben. Zudem müssen Cover gestaltet und Medienkanäle bespielt werden. Seit einigen Jahren heißt es auch, Besprechungen für die Rubrik «Das liesst die LIBREAS» zu verfassen.
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Gemeinschaftliche Texte (vor allem Call for Papers und Editorials) werden aktuell so erstellt, dass ausgewählte Personen eine Grundversion schreiben, die dann von anderen Redaktionsmitgliedern überarbeitet wird. Alle Redaktionsmitglieder sollen sie mittragen können.
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Viele dieser Aufgaben sind spannend. In der Redaktion können inhaltliche Entscheidungen getroffen und es kann mit sehr verschiedenen Autor*innen kommuniziert werden. Grundsätzlich motiviert diese Arbeit auch immer, andere bibliothekswesenbezogene Publikationen im Blick zu behalten. Gleichzeitig gibt es aber auch Aufgaben, die «gemacht werden müssen». Auch diese kontinuierlich zu bewältigen, verstehen wir als Teil unseres Engagements für das Bibliothekswesen.
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Organisiert ist die Arbeit der Redaktion aktuell wie folgt: (1) Als kontinuierliche digitale Zusammenarbeit, bei der gemeinsam vor allem ein Überblick zum Stand der folgenden Ausgaben behalten wird. Ein Grossteil der Arbeit mit Autor*innen und an den Texten selber findet ebenso digital statt. (2) Monatliche Redaktionstreffen, online, jeweils eher abends und ein bis zwei Stunden lang. Hier geht es oft darum, Entscheidungen zu treffen und Arbeit zu verteilen (3) Wenn möglich, viermal im Jahr längere Arbeitstreffen, hybrid. Vor Ort treffen wir uns dabei praktisch immer in Berlin. Auf diesen Treffen wird an Texten gearbeitet, aber auch längerfristige Entscheidungen getroffen. Wenn möglich, werden diese Treffen mit sozialen Aktivitäten verbunden. Schon, weil all diese Arbeit ehrenamtlich erfolgt, ist sie nicht obligatorisch. Mitglieder der Redaktion sollten aber versuchen, oft anwesend zu sein und zugesagte Arbeiten auch umzusetzen.
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Auf der BiblioCon und oft auch auf den Open-Access-Tagen organisiert vor allem der Vereinsvorstand Treffen in einem Restaurant der Stadt, in welchem die Tagung stattfindet. Diese Treffen sind immer offen für andere Personen und werden auch öffentlich beworben.
Zur Arbeit des LIBREAS-Vereinsvorstandes
Der LIBREAS-Verein wurde gegründet, um die infrastrukturelle Absicherung der Zeitschrift zu ermöglichen. Er ist nicht deckungsgleich mit der Redaktion. Durch die Vereinsmittel werden z.B. die Domain und der Webspace für die Mailboxen finanziert. Zudem kann der Verein als Struktur genutzt werden, um z.B. Praktika anzubieten oder als Empfänger für Drittmittel zu agieren. Der Verein ist gemeinnützig.
Die Arbeit des Vereins ist von einem aktiven Vereinsvorstand abhängig. Da der Verein seinen Sitz in Berlin hat, unterliegt er dem deutschen Vereinsrecht, welches z.B. vorschreibt, dass jährlich eine Mitgliederversammlung abgehalten werden muss, ein Rechenschaftsbericht erstellt wird und eine Satzung existiert sowie regelmässig Wahlen zum Vereinsvorstand stattfinden. Darüber hinaus kann der Verein selbstverständlich weitere Aktivitäten entfalten. So wurden bereits Stipendien für die Teilnahme an Konferenzen ausgeschrieben oder Veranstaltungen zu Jubiläen der LIBREAS veranstaltet.
Gesuchte Mitglieder
Mit diesem Call suchen wir Menschen, die daran interessiert sind, sich langfristig in diese beiden Strukturen (also Redaktion und/oder Vereinsvorstand) einzubringen. Die Personen sollten, wie erwähnt, grundsätzlich unsere Ziele und Werte teilen und gewillt sein, Zeit (ehrenamtlich) einzubringen.
Wir sind offen für Mitglieder aus allen Sparten des Bibliothekswesens, der Bibliotheks- und Informationswissenschaft und angrenzender Gebiete. Besonders würden wir uns über Vertreter*innen aus dem öffentlichen Bibliothekswesen, inklusive Schulbibliotheken, sowie unterschiedlicher Berufsprofile freuen. Wir wären froh, wenn sich Personen aus der Ausbildung, dem Studium oder dem Beginn ihrer «Bibliothekskarriere» melden. Wir stellen bei wissenschaftlichen Beiträgen deren Qualität nach guter wissenschaftler Praxis sicher. Aber wir erwarten von neuen Mitgliedern keine eigenen wissenschaftlichen Karriereziele. Die LIBREAS versteht sich als Zeitschrift für den gesamten DACH-Raum. Auch, wenn wir uns zumeist in Berlin treffen, würden wir uns über Mitglieder aus allen Ländern freuen.
Es gibt kein offizielles Vorstellungsverfahren. Nehmt bitte mit uns Kontakt auf und wir organisieren ein erstes Gespräch, um über das mögliche weitere Vorgehen zu sprechen, Fragen zu beantworten und zu sehen, ob wir zueinander passen.
Ihre / Eure Redaktion LIBREAS. Library Ideas
(Berlin, Brandenburg an der Havel, Chur, Göttingen, München)