Boys'Day

Hallo ihr Lieben,

überlege, ob ich nächstes Jahr nicht einen Boys’Day-Platz anbieten könnte. Macht eine*r von euch schon etwas in diese Richtung und mag berichten?

Liebe Grüße :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Hallo,
wir nehmen seit vielen Jahren am Boys’Day und auch an den Berufserkundungstagen teil mit einem ähnlichen Programm.
Wir besprechen mit meist 3 TN den Einkauf in der Bibliothek und schicken die drei dann in die örtliche Buchhandel, wo sie je 2 Bücher für die Bibliothek einkaufen dürfen. Diese bringen sie samt Lieferschein in die Bibliothek und bearbeiten den restlichen “Gang des Buches” (Lieferkontrolle, Eingangsverbuchen, Katalogisierung, Rückenschilder drucken, folieren, Zugang buchen). Dabei erledigen sie die Aufgaben an den üblichen Arbeitsplätzen, wechseln also öfter den Arbeitsplatz und auch die Ansprechpartner*innen. Am Ende erstellen sie meist noch einen Werbepost für SocialMedia. Das Programm kommt sehr gut an.
Bei der Einführung besprechen wir die Kriterien für die Buchauswahl (Aktualität, Reihen, Dubletten …) und legen einen Kostenrahmen fest (z.B. max. 120 Euro für 6 Titel).

Viele Grüße aus Greven
Sigrid Högemann

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An der TIB findet der Boys’ und Girls’ Day jedes Jahr statt:

Hallo,

wir nehmen auch jedes Jahr 3-4 Boys für den Boys-Day an. Die sind eigentlich immer ziemlich pflegeleicht.

Zuerst bekommen sie einen kleinen Rundgang durch das Gebäude, dann dürfen sie Etiketten kleben und an der Theke mithelfen. Bisher fanden die Jungs unsere Technik immer sehr faszinierend (Selbstverbucher, RFID etc.). Der Tag ist immer relativ schnell vorbei, da muss man gar nicht übermäßig viel planen (bis Mittag reicht aus, muss und soll kein voller Arbeitstag sein).

Wir machen am Ende immer noch ein kleines Fotoshooting (ohne Gesichter) für unsere Website.

Dieses Jahr gibt es einen gemeinschaftlichen Abschlusstermin der Stadt, bei dem alle Boys- und Girls-Day Praktis in der Stadtverwaltung Pizza spendiert bekommen (Nimmt uns natürlich nochmal Arbeit ab).

Viele Grüße

Mo

Moin zusammen,

wir nehmen seit knapp 15 Jahren daran teil, in den letzten Jahren scheuchen wir die Jungs mit einer digitalen Schnitzeljagd per Actionbound durch den Lesesaal und das Magazin (je nach Laune der Jungs zwischen 30-70 Minuten).

Dazu gibt es eine kleine Präsentation zur Fami Ausbildung (maximal 5 Minuten).

Resonanz ist immer gut, wir werden das weiterführen.

Viele Grüße

Kevin

Und was mich jetzt interessieren würde: Welche Institutionen tun schon was dafür, diese genderbinäre Aufteilung zu durchbrechen und aufzulösen? Solche Tage immer noch “Girls’“ bzw. “Boys’“ zu nennen, perpetuieren diese Spaltung mMn.

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Soweit ich weiß, gab es ja ursprünglich nur den Girls Day, um insbesondere Mädchen und junge Frauen für sogenannte bzw. angeblich typische “Männerberufe” (Handwerk, Technik, Mathe, Informatik bzw. MINT) zu interessieren - explizit ohne Jungs dabei. Dann kam der Boys Day dazu, um diese wiederum für sogenannte bzw. angeblich typische Frauenberufe zu interessieren. Daher die Trennung. Man kann jetzt debattieren, wie zeitgemäß das heute noch ist. Aus meiner Sicht spricht aber auch nichts dagegen, einfach ein Angebot für alle zu machen und dies auch entsprechend zu bewerben. Kann ja jede Einrichtung/Firma/Organisation für sich entscheiden.

Hat der Boys/Girls-Day nicht genau die Aufgabe den geschlechterspezifischen Rollen- und Berufsbildern entgegenzuwirken?

Solange typische Männer- und Frauenberufe von Eltern/Lehrkräften/etc. so angesehen werden ist auch der Bedarf da die Kinder mit Berufen vertraut zu machen, die sie vielleicht aufgrund von Stereotypen nicht wählen würden.

Noch finde ich den Boys/Girls-Day absolut gerechtfertigt. Mal schauen wie das in ein paar Jahren aussieht.

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Nun ja, die Frage ist, wie da nichtbinäre Personen angeholt werden. Zum Beispiel.

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Es gäbe meiner Meinung nach sehr viele Wege das neu zu denken: mit dem Fokus auf den individuellen Weg (z.B. Your Way Day) oder auf das Ausprobieren von neuem/ungewohntem (z.B. Try Out Day, No Limits Day) oder auf die berufliche und persönliche Vielfalt und festgefahrene Perspektiven (z.B. Klischee-Knack-Tag) oder so vieles mehr. Ich verstehe sehr gut die Argumente für das Behalten der binären Days, weil es eben immer noch Klischees gibt und Gender sich ungleich verteilen. Gleichzeitig sehe ich einen Wandel hin zu anderen “Days” als wichtigen Schritt an, auch um diese Klischees irgendwann zu überwinden und vor allem um inklusiv zu sein.

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Wir nehmen am Boys’ Day teil, das wird auch sehr gut angenommen. Dieses Jahr sind 6 Jungs angemeldet, was auch das Maximum an Plätzen war, die wir angeboten haben. Der allgemeine Rahmen wird als kleines Projekt von den Azubis geplant und begleitet; die einzelnen Stationen im Haus, die durchlaufen werden, werden dann von den dort Zuständigen gestaltet. Dieses Jahr sollen neben Ausleihe und Info noch Medienbearbeitung, Sammlungen und Digitalisierung beteiligt sein.