Während die Stadtbibliothek Oranienburg eine Stelle einsparen muss und die vor drei Monaten gestartete Fahrbibliothek wegen mangelnder Nutzung, so heißt es, wieder eingestellt wird.
Gut, dass Sie das immer wieder ins Bewußtsein bringen!
Eine gute Nachricht gab es aber via Newsletter von dem Bibliotheksausstatter Eichmüller:
250 Mio p.a. für finanzschwache Kommunen, die spezifisch für Bibliotheken, Kitas und Schwimmbäder verwendet werden sollen. Das hat der Bundestag beschlossen.
Ich hätte ja erwartet, dass ich diese Info vom dbv oder von den Fachstellen erhalte …
Vielen Dank für die „Liste des Schreckens“, die nochmal zeigt wie ernst die Lage für Bibliotheken ist. Selbst überregional bekannte „Leuchtturmprojekte“ wie Mannheim stehen nicht nur auf der Kippe, sie sind Geschichte…
Zumal eine Fahrbibliothek, ein Bücherbus etc. eine gute Möglichkeit ist, geschlossene Zweigstellen zumindest teilweise zu kompensieren. Ggf. muß das Personal der mobilen Bibliothek überhaupt erstmal ausprobieren welche Haltepunkte machbar und sinnvoll sind (vor dem Supermarkt? vor dem Seniorenheim? am A*** der Welt oder doch eher in der Nähe des belebten Einkaufscenters?). Nach drei Monaten zu schließen ist schon grober Unfug und eine echte Frechheit.
… die in Mannheim ein wenig komplizierter ist. Ursprünglich sollte ein Neubau an Stelle des Parkhauses in N2 für die Stadtbibliothek errichtet werden, die sich momentan im Stadthaus N1 befindet. Inzwischen wurde allerdings das Parkhaus auf N2 genau wie das Stadthaus unter Denkmalschutz gestellt. Damit ist der geplante Abriss nicht mehr möglich.
Soweit ich das in den entsprechenden Presseberichten erkennen konnte, handelt(e) es sich in Oranienburg nicht um eine (begehbare) Fahrbibliothek im eigentlichen Sinne, sondern eher um eine mobile Medienausgabe. Was nichts daran ändert, dass ein Vierteljahr keine Zeitspanne ist, nach der man wirklich über den Erfolg oder Misserfolg eines solchen Angebots urteilen sollte.
Addendum: Die Stadtbücherei Waiblingen kürzt die Öffnungsstunden um 150 Stunden im Jahr und will so 1,5 VZÄ über nicht-besetzte Stellen einsparen. Artikel hinter der Paywall, Informationen mit der Hilfe von KI extrahiert.
Es wird abends und am Samstag reduziert. Abends 30 Mituten früher Schluss (18 Uhr statt 18.30 Uhr) , am Samstag erst ab 10 Uhr (statt bisher 9 Uhr). Dadurch sollen mittelfristig 1,5 VZÄ eingespart werden.
Ebenfalls stehen die Zweigstellen im Fokus, dieses sollen entweder geschlossen oder Ehrenamtlich weitergeführt werden. Darüber soll eine weitere Stelle eingespart werden. Die Entscheidung darüber steht aber noch aus.
Zusätzlich wird eine Erhöhung der Jahresgebühr diskutiert, von bisher 10€ auf zukünftig 20€.
Immer wieder diese Milchmädchenrechnung bei Gebührenerhöhungen. Das sind hinterher letztendlich nur Peanuts bei den städtischen Einnhamen. Aber Peanuts, die Neuleser eventuell vergrämen…