Petition gegen Schließung der Schulbibliothek in Göppingen

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Bibliothek des Beruflichen Schulzentrums in Göppingen (ca 40 Kilometer östlich von Stuttgart) ist von Schließung bedroht. Schülerinnen und Schüler haben deshalb auf Change.org eine Petition gestartet. Ich bitte Euch, die Petition online zu unterzeichnen und zu verbreiten, auch als Unterstützung für die Kollegin dort.

Gerade Bibliotheken in Beruflichen Schulzentren leisten eine wichtige Arbeit, indem sie den Schülern und Schülerinnen für die Berufsausbildung die besondere Fachliteratur zur Verfügung stellen. Außerdem sind sie Lern- und Begegnungsort, Die Justus-von-Liebig Schule Göppingen ist eine Fachschule für Sozialpädagogik, bildet also ErzieherInnen aus und bietet eine gymnasiale Oberstufe. Sie liegt auf einem gemeinsamen Schulcampus mit der Kaufmännischen und der Gewerblichen Schule, und alle 3 nutzen die Schulbibliothek.

Da ich selber Schulbibliothekarin bin, bitte ich um Unterstützung für die Kollegin dort.

Der Link: https://c.org/ZtbvF6zmVM

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Vielen Dank an alle, die die Petition unterschrieben haben. Leider erreichte mich kurz vor Weihnachten von der Göppinger Kollegin die Info, dass doch der Beschluss gefällt wurde, die Bibliothek zu schließen. Sehr schade

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In Zeiten von “Maskenaffären”, Diätenerhöhung, Sondervermögen etc. pp. für mich als Bürger alles nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Für Waffen ist Geld da, für Bildung etc. pp. nicht. Und ich lasse mich langsam nur noch ungerne mit “freiwilliger Aufgabe” als Ausrede abspeißen.

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Ich kann die Frustration absolut nachvollziehen. Dennoch hilft es nicht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen und Stammtischparolen rauszuhauen. Über eine Schulbibliothek entscheidet meines Wissens die jeweilige Kommune, nicht das Land und erst recht nicht der Bund. Das das schon lange nicht mehr gut funktioniert und man sich fragt, wann, wo und wie das sog. Sondervermögen in den Kommunen ankommt, ist ebenfalls ein No-Brainer. Es gibt allerdings in den Kommunen extrem viele Baustellen: Neben maroden Schulgebäuden und anderer maroder Infrastruktur ist dies vor allem bezahlbarer Wohnraum. Schulbibliotheken - auch wenn uns das zurecht betrübt - werden da nicht allzu weit vorne auf der Prioritätenliste stehen. Ich frage mich eher, warum man sich offenbar in sehr vielen Kommunen an vielen Stellen zu lange nicht um all diese Dinge gekümmert hat. Bibliotheken waren, sind und bleiben hoffentlich weiter ein wichtiger Ort in vielen Kommunen. Bildung und Wissen sind in diesen komplexen Zeiten wichtiger denn je.

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Hierzu empfehle ich noch nachfolgende Veröffentlichung, welche in jährlichen Rhythmus erscheint.

Und nein, bspw. nicht erst seit der Pandemie - das war lange eine gern genommene Ausrede, jetzt sind es andere Thematiken, alles wiederholt sich - haben Kommunen “Probleme”. Geld ist da. Neben Bund und Länder haben oder hatten auch die Kommunen Geld. Es ist die ewige Laier.

Ich bin dem Bund der Steuerzahler e. V. wirklich sehr um die Bemühungen dankbar, potenzielle Verschwendungen aufzuzeigen.

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Ich habe Zweifel, ob eine Argumentation ausgereichnet auf Basis der Lobbyorganisation “Bund der Steuerzahler” so gut gewählt ist… Das heißt nicht, dass tlw. belegbare Fälle von Steuerverschwendung abgestritten würden, aber die Organisation hat eine klare neoliberale Agenda des “schlanken Staats”, eine populistische Rhetorik und ist auch parteipolitisch nicht neutral.

Oder

Und der Bund der Steuerzahler wäre wohl die letzte Organisation, die sich für öffentlcihe Bibliotheken als Pflichtaufgabe aussprechen würde, unabhängig davon, ob Mittel da sind oder nicht…

Kleines Beispiel unsachgemäßer Darstellung:

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Vielen Dank für den berechtigten Einwand. Hiermit wollte ich lediglich aufzeigen, was in Zeiten von „kein Geld“ (und diese Begründung besteht bereits länger) möglich ist.

Welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden, ist jedem Einzelnen überlassen oder der Parteilinie geschuldet.

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